Gösser Open
Salzburger führt vor dem Finaltag

Der Grazer Lukas Nemecz liegt vor dem heutigen Finaltag auf Tuchfühlung zur Spitze.
  • Der Grazer Lukas Nemecz liegt vor dem heutigen Finaltag auf Tuchfühlung zur Spitze.
  • Foto: GEPA-Pictures/Gösser Open
  • hochgeladen von Harald Almer

Der heutige Finaltag bei den mit 42.500 Euro dotierten Gösser Open im Golfclub Erzherzog Johann in Maria Lankowitz verspricht Dramatik pur! Der Salzburger Bernard Neumayer hat am Freitag mit einer 68er-Runde (-4) und dem Total von 132 Schlägen (-12) zum Italiener Luca Cianchetti (69/-3) aufgeschlossen und geht damit erstmals als Führender in den Schlusstag eines Turniers auf der Alps Tour. Der englische Amateur Jack Floydd liegt nach einer starken 64 (-8) bei gesamt elf unter Par als Dritter auf Tuchfühlung zum Spitzenduo. Mit einem weiteren Schlag Rückstand haben der Grazer Lukas Nemecz und der französische Amateur Jeong Weon Ko (beide 66/-6) ebenfalls noch alle Chancen. Der Steirer Timon Baltl (67/-5) liegt bei gesamt neun unter Par als geteilter Sechster ebenfalls noch auf Schlagdistanz zu den beiden Führenden.

Knopf aufgegangen

Nachdem die bisheriger Alps-Tour-Saison für Bernard Neumayer mit zwei 25. Plätzen als beste Resultate nicht nach Wunsch verlaufen war, spielt der Radstädter in dieser Woche in der Weststeiermark groß auf. „Es wäre heute noch mehr möglich gewesen, aber ich beklage mich nicht darüber, sondern schaue nur nach vorne. Bei einem Turnier in Österreich im letzten Flight auf die Schlussrunde zu gehen, ist einfach ein Traum. Ich hoffe, dass viele Zuschauer kommen werden, denn es gibt nichts Schöneres, als vor einer großen Kulisse zu spielen. Die Gösser Open sind ja dafür bekannt, dass am Finaltag viel los ist, deshalb freue ich mich auch schon sehr darauf. Neumayer schlägt am Samstag um 9.59 Uhr zusammen mit Cianchetti und Floydd in die Finalrunde ab.
Auch Lukas Nemecz peilt nach seinem Sieg 2017 und Platz zwei im Vorjahr ein weiteres Topresultat bei seinem Heimturnier an. Trotz zwei tiefroter Runden hatte der 29-Jährige vor allem an seiner Putt-Leistung einiges auszusetzen. „Ich hätte hier nach zwei Tagen auch bei -15 liegen können, aber es sind nur die ganz kurzen Putts gefallen, die man einfach lochen muss. Aus den Birdiechancen aus einer Distanz von drei bis fünf Metern habe ich viel zu wenig Kapital geschlagen."
Im Gegensatz zu Nemecz ist Timon Baltl mit den Grüns in Maria Lankowitz bisher sehr gut zurechtgekommen. „Ich habe wie schon in der gestrigen Auftaktrunde auch heute wieder sehr solide gespielt und mich im Vergleich zu den bisherigen Saisonturnieren beim Putten extrem steigern können“, betonte Baltl. Als Grund dafür führte der 24-jährige Grazer an, dass ihn sein Vater Max bei den Gösser Open als Caddie unterstützt. 
Lokalmatador Martin Wiegele (gesamt -5/Platz 26) wird am Samstag hingegen wohl nicht mehr in den Kampf um den Siegerscheck eingreifen können. „Mit dem Bogey auf meinem vorletzten Loch ist die Cutmarke schon gefährlich nahe gekommen, aber mit einem Birdie am Schlussloch habe ich zumindest der Sorgen entledigt, am Finaltag nicht mehr dabei zu sein."  
Markus Brier landete mit einer 69er-Runde (-3) bei gesamt vier unter Par genau an der Cutlinie und war darüber entsprechend erleichtert. 
Dazu haben aus rot-weiß-roter Sicht auch noch Daniel Hebenstreit (gesamt -7/Rang 13), Luca Denk (-6/17.) sowie Hanspeter Bacher, Gerold Folk, Paul Kamml, Christoph Körbler, Sam Straka und Uli Weinhandl (alle -4/39.) den Cut geschafft. D

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