Kleinregion Gleisdorf
ARGE Kulturpakt, wo Kulturarbeit neu gedacht wird

Der Sprecher der ARGE Kulturpakt Ewald Ulrich und sein Stv. Karl Bauer | Foto: Hermine Arnold
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  • Der Sprecher der ARGE Kulturpakt Ewald Ulrich und sein Stv. Karl Bauer
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Kulturarbeit in der Region neu denken, Menschen vernetzen und Räume für kreative Ideen schaffen – dieses Ziel verfolgt die Arbeitsgemeinschaft Kulturpakt (ARGE Kulturpakt). Dafür treffe ich die beiden Sprecher Ewald Ulrich und Karl Bauer, die gemeinsam an einer offenen Struktur für die regionale Kulturarbeit arbeiten.

GLEISDORF. Nach rund 14 Jahren des bisherigen Kulturpakts Gleisdorf, der auf die Unterstützung der Stadtgemeinde bauen konnte, werden kulturelle Agenden nun verstärkt zivilgesellschaftlich getragen. Die neue ARGE versteht sich als offene Plattform, die Künstlerinnen und Künstler sowie kulturelle Initiativen der Region stärker vernetzen und neue Impulse setzen möchte.

Hinter dem Projekt stehen Persönlichkeiten mit langjähriger Erfahrung in Kunst, Kulturvermittlung sowie Organisations- und Medienarbeit. Ewald Ulrich kennt den regionalen Kulturbetrieb als Kunst- und Kulturvermittler ebenso wie als Organisator des Aprilfestivals auf Schloss Freiberg, das von 2010 bis 2019 stattfand. Darüber hinaus ist er Unternehmer und Geschäftsführer der international tätigen Firma ANA-U.

Karl Bauer zählt zu den Mitbegründern des Kulturpakts Gleisdorf, den er von 2012 bis 2025 mitprägte. Als Kulturmanager, Obmann des Kunstforums VETART und Kulturreferent der Stadtgemeinde Gleisdorf bringt er umfassende Erfahrung in der regionalen Kulturentwicklung ein.

Foto: Hermine Arnold

Was bisher geschah

Bereits in den vergangenen Jahren setzte der Kulturpakt zahlreiche Akzente in der regionalen Kulturlandschaft. Dazu zählen halbjährliche Vernetzungstreffen, Kulturbegleithefte zum Stadtjournal, Ausstellungen im Museum im Rathaus (MiR), die Bewerbung kultureller Projekte, Sponsoring von Veranstaltungen sowie die Übernahme von Sachkosten. Auch Diskussionsformate – etwa zur Zukunft der Landwirtschaft in der Steiermark – gehörten zum Angebot.

Der Wegfall vertrauter Förder- und Organisationsstrukturen bedeutete zunächst Umbruch und Neuorientierung. Gleichzeitig kann gerade dieser Einschnitt neue Möglichkeiten eröffnen: Wenn etablierte Wege nicht mehr tragen, entstehen oft neue Kooperationen, Netzwerke und experimentellere Ansätze. Innovation entsteht nicht selten aus der Notwendigkeit, Kulturarbeit neu zu organisieren.

Neugier, Kreativität und Erneuerung

Die Initiatoren der ARGE Kulturpakt wollen Kunst und Kultur offen, zugänglich und generationenübergreifend denken. Im Mittelpunkt stehen Neugier, Kreativität und Offenheit für neue Perspektiven. Künstlerinnen und Künstler sollen ermutigt werden, neue Ausdrucksformen zu entwickeln und gemeinsam innovative Wege zu gehen.

Besonders die junge Generation soll eingebunden werden – mit ihren Ideen, Ausdrucksformen und ihrem Zugang zu Kunst und Kultur. Ziel ist es, kulturelle Angebote möglichst niederschwellig zugänglich zu machen und kreative Vielfalt sichtbar werden zu lassen.

Unterstützungserklärungen

In der aktuellen Aufbauphase melden sich zunehmend Künstlerinnen und Künstler, Kulturinitiativen sowie Vertreterinnen und Vertreter von Gemeinden mit Unterstützungserklärungen zur Mitarbeit. Ziel ist es, auf freiwilliger Basis gemeinsam daran zu arbeiten, Kunst und Kultur in der Region zu stärken.

Je größer die Beteiligung, desto stärker die Möglichkeit, das kulturelle Leben der Region mitzugestalten und Menschen durch Kunst und Kultur neue Impulse, Begegnungen und Inspiration zu bieten.

Unterstützungserklärungen können über die ARGE Kulturpakt angefordert beziehungsweise online heruntergeladen werden. Interessierte können sich zudem direkt per E-Mail an info@argekulturpakt.at melden.

Die Proponenten

Die ARGE Kulturpakt wird von Ewald Ulrich (Sprecher), Karl Bauer (stellvertretender Sprecher), Hans Jandl, Oswald Schechtner, Rainer Opl, Peter Fried, Monika Sölkner, Melitta Winkler und Gabi Troester getragen. Sie arbeiten ehrenamtlich und gemeinnützig. Entscheidungen werden gemeinschaftlich getroffen, Projekte eigenverantwortlich umgesetzt.

Geplante Veranstaltungen

„Was ist uns Kultur wert?“

16. Juni 2026 | Festsaal Rathaus Gleisdorf
• Vorstellung der ARGE Kulturpakt: 16 Uhr
• Podiumsdiskussion: 18 Uhr

Diskussionspartner:

  • Bürgermeister Christoph Stark,
  • Vizebürgermeisterin Michaela Schellnegger,
  • Leiter der Abteilung für 9 Kultur, Europa, Außenbeziehungen Patrick Schnabl, 
  • Referatsleiterin für Fördermanagment Evelyn Kommeter,
  • Initiatorin der Veranstaltungsserie „Was ist uns Kultur wert?“ Elfi Scharf und 
  • Sprecher der ARGE Kulturpakt Ewald Ulrich

Moderation: ORF-Journalist Gernot Rath

„Aprilfestival“
22. bis 26. April 2027 | forumKloster Gleisdorf

Geplant ist eine Neuauflage des Aprilfestivals als Festival unterschiedlichster Kunstformen. Unter dem Arbeitstitel „Future – Open – Future“ können Künstlerinnen und Künstler Projekte einreichen. Eine Fachjury rund um Prof. Johann Baumgartner (Steiermarkhof) soll aus den Einreichungen ein stimmiges Gesamtprogramm kuratieren.

Bewerbungen sind bis Oktober 2026 unter info@argekulturpakt.at möglich.

Weitere Informationen:

argekulturpakt.at
aprilfestival.at

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