In den letzten Tagen habe ich im Rahmen unseres Einkaufsdienstes einzigartige Erfahrungen gemacht.
Diese Erlebnisse sind toll und erschreckend zugleich.

Einerseits bin ich erstaunt darüber, wie gesund sich mancher Pensionist ernährt – kein Vergleich zur jüngeren Generation, die gerne Fastfood zu sich nimmt.
Was ich im Rahmen unseres Einkaufsdienstes der Grünen Hofstätten bisher eingekauft habe, sind zum Beispiel eine Menge an Milchprodukten, viel Gemüse und viel Obst. Diejenigen Pensionistinnen und Pensionisten, die zum Beispiel keinen Milchzucker vertragen, weichen sogar auf alternative Milchprodukte aus.
Diese nährstoffreichen Nahrungsmitteln stehen häufig in Verbindung mit der Einnahme von regelmäßig einzunehmenden Medikamenten. Zumindest konnte ich beobachten, dass Personen, welche einen hohen Bedarf an Medikamenten haben, sich in der Regel auch bewusster ernähren. Ich gehe davon aus, dass die zuvor stattgefundene Beratung oder die eingeholten Informationen zu einer gesunden und ausgewogenen Ernährung, daher auch von Erfolg waren.

Hinsichtlich meinen Erfahrungen in Apotheken kann ich leider kein positives Zeugnis ausstellen. Ich sehe noch täglich ältere Personen, die sich ihre Medikamente noch selber einkaufen gehen. Das Bild dazu ist Folgendes: Von 10 Leuten, die sich in der Apotheke Medikamente holen, sind um die 6 Pensionisten. Natürlich ist es positiv, dass diese Leute noch rüstig und selbständig unterwegs sind. Aber und man kann es nicht oft genug wiederholen, dass jetzt dafür nicht die richtige Zeit ist. Es sind hier durch die Corona-Krise Menschenleben in Gefahr.

Ich rufe daher zur Nachbarschaftshilfe auf und appelliere hierbei gerade an die Jüngeren. Helft älteren Mitmenschen bei ihren Besorgungen für den täglichen Bedarf und geht dabei direkt auf diese Mitmenschen zu, sprecht Sie direkt an!

Obwohl unsere älteren Mitmenschen gewohnt sind, sich im öffentlichen Raum zu bewegen und hierbei natürlich zu recht stolz auf ihre Eigenständigkeit sind, sind diese Menschen gerade jetzt auf unsere Ansprache und Hilfe angewiesen. Ich bin überzeugt, dass sich der Einsatz dafür lohnt und Solidarität besser ist als Wegschauen.

Autor:

Stefan Urbanek aus Weiz

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