25.11.2016, 21:37 Uhr

Asyl-Netzwerktreffen - Menschen helfen Menschen

Groß war der Andrang beim Treffen des Asylnetzwerks Oststeiermark

Daten und Fakten:

2015 gab es in Österreich 89.098 Asylanträge – 2016 wurden bis Ende Oktober 37.256 Asylanträge gestellt.
Im Bezirk Weiz leben derzeit 449 AsylantInnen in organisierten Wohneinheiten, 28 in privaten Quartieren – somit sind derzeit 477 AsylantInnen im Bezirk wohnhaft.



Wolfgang Seereiter und Fery Berger luden in Gleisdorf zum 4. Treffen des Asylnetzwerks Oststeiermark.
Als Gäste waren Kerstin Harm-Schwarz (Leiterin des Referates für Flüchtlingsangelegenheiten der Landesregierung) und Mag. Kerstin Kowald vom Bundesamt für Fremdenwesen und Asyl anwesend.

Schwerpunkte des Nachmittags waren die Deutschkurse für Flüchtlinge – hier waren auch viele Kursleiter vor Ort, bzw. ehrenamtliche BetreuerInnen und Quartiergeber, die sich Sorgen um ihre Schützlinge und deren bevorstehende Abschiebung bzw. die lange dauernden Verfahren machen.

Zu den Deutschkursen erklärte Frau Harm-Schwarz, dass es diese weiterhin geben wird, allerdings erst wieder ab Feber 2017 mit jeweils 50 Unterrichtseinheiten. Es gab in der Steiermark bisher 340 geförderte Kurse, diese wurden von rund 5.000 AsylwerberInnen besucht.

Ein besorgter Betreuer meinte, dass es in den Quartieren zu Unverständnis und auch Streitereien kommt, wenn manche Flüchtlinge einige Monate bis zum „Interview“ (die erste Anhörung durch das Bundesasylamt und eigentlicher Start des Asylverfahrens) warten müssen, andere bereits nach ein paar Wochen einen Termin bekommen.
Hier ist es lt. Mag. Kowald so, dass es grundsätzlich eine Reihung gibt und es natürlich Bestreben des Amtes sei, die Dauer möglichst kurz zu halten, es aber Fälle gibt, die einer längeren Recherche bedürfen, bis das Verfahren gestartet werden kann.

Sorgen machen sich die BetreuerInnen auch um die „Dublin-Verordnung“ und die dadurch mögliche Rückführung der Flüchtlinge in das Ersteinreiseland. Angeblich gibt es in Kroatien und Frankreich schlimme Zustände in Flüchtlingsunterkünften. Mag. Kowald erklärte, dass es auch in den Unterkünften EU-Richtlinien gibt, die eingehalten werden müssen und auch besucht und kontrolliert werden.

Viele Fragen wurden von den beiden Damen beantwortet, die BetreuerInnen tauschten sich auch untereinander aus und es wurde beschlossen, ein nächstes Treffen im Frühling zu veranstalten.

Hier sind wirklich unglaublich tolle, engagierte Menschen am Werk, die es sich zur Lebensaufgabe gemacht haben, denen zu helfen, die es durch Krieg und Flucht, fern von der Heimat, wirklich nicht leicht haben.
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