10.04.2018, 09:25 Uhr

Christian Ilzer auf Stufe mit Jose Mourinho

Christian Ilzer gibt dem TSV Hartberg die Richtung vor. Er darf nun am höchsten Trainerkurs Europas teilnehmen. (Foto: WAC)

Christian Ilzer aus Puch bei Weiz wurde zur höchsten Trainerlizenz der Welt
zugelassen.

Puch bei Weiz hat bald einen Gemeindebürger, der die höchste Trainerlizenz der Welt besitzt und ab dann auf einer Stufe mit Spitzentrainern wie Jose Mourinho, Jupp Heynckes oder Pep Guardiola steht. TSV-Hartberg-Trainer Christian Ilzer wurde zum "Uefa Pro Lizenz"-Kurs zugelassen. Die WOCHE unterhielt sich mit dem fußballbegeisterten Pucher.

Herzliche Gratulation, Herr Ilzer, zur Aufnahme in den Trainerkurs. Wie kam es dazu?
CHRISTIAN ILZER:
Endlich habe ich es geschafft. Ich wurde wegen der Aufnahmekriterien bzw. des Punktesystems zweimal abgelehnt, da ich als Fußballspieler nicht soviel Erfahrung sammeln konnte wie ein Nationalspieler. Diese bekommen aufgrund der Karriere mehr Punkte. Ich bin nun einer von 14, die zum Trainerkurs antreten dürfen.

Wie kann man sich den Kurs vorstellen?
Der Kurs startet ab Juli 2018. Dort haben wir alle ein bis zwei Monate Dreitages-Module zu verschiedenen Themenschwerpunkten. Die Kurse finden großteils in Lindabrunn statt, aber es wird auch Hospitationen im In- und Ausland geben.

Wie lange dauert der Kurs und wie schließt man ihn ab?
Wir sind im Juli noch zwei Wochen bei der U-20-Weltmeisterschaft in Italien. Dort lernen wir noch ein paar Feinheiten und schließen Ende Oktober den Lehrgang mit der Präsentation einer Facharbeit ab. Wenn diese positiv ist, dann habe ich offiziell die Uefa-Profilizenz und bin mit Spitzentrainern wie Jupp Heynckes theoretisch gleichgestellt.

Dürfen Sie mit Abschluss des Kurses Bundesligaklubs trainieren?
Schon ab der Teilnahme im Juli 2018 darf ich einen Bundesligaklub leiten. Das ist die höchste Lizenz für Fußballtrainer, die es gibt. Das war natürlich mein großes Ziel und ich froh, nun kurz davor zu sein.

Ändern sich somit ihre Ziele?
Kurzfristig ändern sich meine Ziele nicht. Ich schaue von Spiel zu Spiel, bin auf das Hier und Jetzt fokussiert.

Gerüchten zufolge sei der Bundesligist WAC an Ihnen interessiert?
Ich hatte mit dem WAC-Vorstand ein informatives Gespräch, da ich dort Co-Trainer war und die Gegebenheiten kenne. Dort habe ich gesagt, dass ich meinen Vertrag in Hartberg erfüllen werde. Der läuft jetzt mal bis Sommer.

Was passiert danach?
Ich fühle mich hier sehr wohl. Im Verein wird gut gearbeitet und die Harmonie passt. Meine Mannschaft spielt ein überragendes Jahr und liegt derzeit auf einem Aufstiegsplatz. Das wurde nicht erwartet, aber wir müssen am Limit weiterspielen, dann gibt es eventuell die Sensation von Hartberg.

Darüber könnten sich dann auch Spieler aus dem Bezirk Weiz freuen?
Ja, das stimmt. Ich habe mit Manfred Fischer und Sven Sprangler zwei Birkfelder, zwei aus Anger (David Zink, Jürgen Heil) und mit Stefan Gölles einen Gersdorfer im Team. Sie passen super in die Mannschaft, da sie ja noch aus der Region rund um Hartberg sind und daher auch Zuseher gerne zum Spiel kommen. Stefan Gölles hat sogar einen eigenen Fanklub auf der Tribüne, der uns bei den Heimspielen tatkräftig unterstützt.
Interview: Ulrich Gutmann
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