Volle Bims, langes Warten
Öffi-Ärger bei Fahrgästen nach U1-Brand in Wien

Nach dem Brand in der U1 am Dienstag und weitreichenden Einschränkungen steht das Öffi-Netz am Mittwoch in Teilen Wiens Kopf. (Archiv) | Foto: Wiener Linien/Johannes Zinner
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  • Nach dem Brand in der U1 am Dienstag und weitreichenden Einschränkungen steht das Öffi-Netz am Mittwoch in Teilen Wiens Kopf. (Archiv)
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Nach dem Brandvorfall auf der Strecke der U1 am Dienstag und den daraus resultierenden Einschränkungen gerät das Öffi-Netz in Teilen Wiens auch am Mittwoch durcheinander. Betroffene berichten von verlängerten statt verkürzten Intervallen bei den Straßenbahnen, überfüllten Waggons und deutlich längeren Arbeitswegen.

WIEN. Ausgerechnet zum Start der Feierabend-Rush Hour kam es am späten Dienstagnachmittag zu einem Brand auf der U1-Strecke. Ein Waggon eines Sonderzuges stand zwischen den Stationen Taubstummengasse und Hauptbahnhof/Südtiroler Platz in Flammen. Die Folgen waren weitreichend: Nicht nur wurden die Fahrgäste aus den betroffenen Stationen evakuiert, der Verkehr auf der hochfrequentierten roten U-Bahnlinie kam zu einem großen Teil zum Erliegen.

Sämtliche Blaulichtorganisationen waren mit einem Großaufgebot am Verkehrs-Hotspot rund um den Wiedner Gürtel im Einsatz – was sich wiederum auf den hiesigen Verkehr niederschlug. MeinBezirk berichtete:

Tagelange U1-Teilsperre nach Zug-Brand in Wien

Der Brand konnte zwar laut Angaben der Wiener Linien recht zügig von der Feuerwehr gelöscht werden. Weil Gleise, Stromschiene, Zugsicherungsanlage und das Bauwerk auf Schäden überprüft werden müssen, kommt es jedoch auch am Mittwoch weiter zu großen Verkehrseinschränkungen.

Auslastung bei Ausweichrouten

Die Wiener Linien gehen davon aus, dass die U1 mehrere Tage lang geteilt geführt werden muss. Um das sichtlich verausgabte Öffi-Netz zu entlasten, wurden die Intervalle einiger Bim-Linien (O und 1) verkürzt. Ersatzweise kann man auch auf die Linien U3, U4 sowie die S-Bahn zurückgreifen.

Die Station Südtiroler Platz/Hauptbahnhof bleibt bis auf Weiteres gesperrt. | Foto: Tamara Winterthaler/MeinBezirk
  • Die Station Südtiroler Platz/Hauptbahnhof bleibt bis auf Weiteres gesperrt.
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Doch ganz reibungslos dürfte es noch nicht laufen. Gegenüber MeinBezirk schildern betroffene Leser am Mittwochvormittag die aktuelle Öffi-Lage in Wien. Berichtet wird nicht nur von heillos vollen Bim-Garnituren, sondern auch von längeren statt versprochenen verkürzten Intervallen. Ein Leser aus Favoriten hatte laut eigenen Angaben rund 15 Minuten bei der Haltestelle Troststraße auf den O-Wagen warten müssen. Auch konnten nicht alle wegen des großen Andrangs einsteigen, wie dieser MeinBezirk erzählt.

Langes Warten auf Bim

Einen anderen Favoritner erwischte die Öffi-Einschränkung gänzlich auf dem falschen Fuß. Im Unwissen über die aktuelle Situation stieg er wie gewohnt an der U1-Station Troststraße ein. Dass ab Reumannplatz Schluss war, hatte er nicht gewusst, wie er gegenüber MeinBezirk betont. Da auch die Intervalle der Ausweichlinien zu lange waren – auf die Bim-Linie 6 hätte er rund 15 Minuten warten müssen – entschied er sich, den letzten Weg zur Arbeit zu Fuß zurückzulegen. Die ungeplante Umstellung verlängerte seinen Arbeitsweg um rund 30 Minuten. "Meiner Meinung nach war die Information zur Sperre der Strecke schlecht ausgeschildert. Anderenfalls wäre ich gar nicht in die U1 eingestiegen", kritisiert er.

Die Gleise, die Stromschiene, die Zugsicherungsanlage und das Bauwerk werden in Folge auf Schäden überprüft. Auch der vom Brand betroffene Sonderwaggon wurde begutachtet. | Foto: Julia Allerding / Wiener Linien
  • Die Gleise, die Stromschiene, die Zugsicherungsanlage und das Bauwerk werden in Folge auf Schäden überprüft. Auch der vom Brand betroffene Sonderwaggon wurde begutachtet.
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Ein weiterer betroffener Öffi-Fahrgast, der statt der U1 auf die S-Bahn zurückgreifen musste, berichtet ebenfalls von überfüllten Waggons. Dazu kam es bei den S-Bahnlinien am Praterstern zu einer Reihe Verspätungen, wie er weitererzählt. Der Weg in die Arbeit hat für den Floridsdorfer am Ende 20 Minuten länger als sonst gedauert. "Ich hoffe, dass die Störung rasch behoben wird", so sein Resümee.

Wiener Linien handeln

Das Öffi-Unternehmen war auch am Folgetag bemüht zu betonen, dass man alles daran setze, um den Betrieb so rasch wie möglich wieder aufzunehmen. Am Mittwoch verkehrt die Linie U1 nur zwischen Oberlaa und Reumannplatz sowie Schwedenplatz und Leopoldau. Die Stationen Keplerplatz bis Stephansplatz werden nicht eingehalten.

Die Linien O und 1 fahren in dichteren Intervallen, versichert man weiterhin. Man bittet die Fahrgäste, auf die Durchsagen zu achten, großräumig auszuweichen und nicht notwendige Fahrten in den kommenden Tagen zu vermeiden. Man informiert laufend auf allen Kanälen, darunter auf ihrer Website: www.wienerlinien.at/betriebsinfo

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