Disney-Klassiker Neu
So wird „Die Schöne und das Biest“ in Wien neu belebt
- Im Raimundtheater wird derzeit für Disneys "Die Schöne und das Biest geprobt."
- Foto: Andreas Pölzl/MeinBezirk
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Im Raimundtheater wird derzeit fleißig für einen Musicalklassiker geprobt: Am Montag, 21. September, konnte MeinBezirk bei der Kostüm- und Medienprobe erste Einblicke in Disneys „Die Schöne und das Biest“ gewinnen.
WIEN. Zwischen aufwendigen Kostümen, Maske, Musik und Tanz zeigten die Darstellerinnen und Darsteller des Musicals "Die Schöne und das Biest" am Montag, 21. September, im Wiener Raimund Theater ausgewählte Szenen der neuen Produktion.
Im Anschluss standen Regisseur Matt West sowie die beiden Hauptdarsteller Marlene Jubelius als Belle und Dominik Hees als Biest für MeinBezirk zum Interview bereit. Dabei ging es um die Herausforderungen der Rollen, neue Elemente der Inszenierung und die Frage, wie man einen weltbekannten Disney-Stoff mit frischen Augen auf die Bühne bringt:
Dominik Hees hat als Biest einiges zu tun: Vom wilden, martialisch wirkenden Wesen bis hin zum verletzlichen Jungen und schließlich zum Prinzen reicht seine Entwicklung.
Ein Biest mit vielen Facetten
„Ich bin irgendwie alles in der Show und das ist so toll“, erzählt der Darsteller. Auch mit seinem Bühnenlook kann er sich anfreunden: „Ein bisschen verwahrlost, aber irgendwie hat es was.“ Für seine Verwandlung sorgt ein eigenes Team aus vier Personen. „Die Perücke und das Make-up machen sie, ich muss eigentlich gar nichts selber machen“, erzählt Hees.
Besonders fasziniert ihn an der Rolle deren Vielschichtigkeit. Sein persönlicher Lieblingsmoment ist die Bibliotheksszene im zweiten Akt. Spannend sei gleichzeitig unterschiedliche Gefühle zu spielen und diese nach außen teilweise zu verbergen. „Aus dem Harten, Brutalen die Entwicklung rein in das Liebeempfinden und Menschlichkeitempfinden – das macht mir sehr viel Spaß.“
Belle wird zum persönlichen Traum
Für Marlene Jubelius ist die Rolle der Belle eine ganz besondere. Als Kind wuchs sie mit Disney auf – und ausgerechnet zu ihrem 18. Geburtstag verkleidete sie sich bei einer Party als Belle. Dass sie die Figur nun selbst auf der Bühne verkörpert, hätte sie damals allerdings nicht geahnt. „Natürlich ist es ein kompletter Traum“, sagt die Schauspielerin.
- Dass sie die Figur nun selbst auf der Bühne verkörpert, hätte sie damals allerdings nicht geahnt. „Natürlich ist es ein kompletter Traum“, sagt die Schauspielerin.
- Foto: Andreas Pölzl/MeinBezirk
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Beim Casting habe sie vor allem versucht, sich immer wieder neu auf die jeweilige Szene einzulassen. Die Zusage war schließlich ein besonderer Moment. Nun geht es Richtung Premiere. Trotz erster Previews bleibe die Aufregung, erklärt Jubelius. Mit jeder Vorstellung werde man sicherer und könne immer mehr loslassen.
Mit frischen Augen erzählt
Der US-amerikanische Regisseur und Choreograf Matt West kehrt für die Wiener Produktion zu dem Stoff zurück und möchte ihn neu betrachten. Er wurde bereits für die deutschsprachige Erstaufführung des Stücks im Jahr 1995 als Choreograf engagiert: „Wir haben beschlossen, die Sache mit frischem Blick zu betrachten und ein Upgrade vorzunehmen“, erklärt er. Die bekannten Figuren und Lieder bleiben erhalten, gleichzeitig kommen neue Tanzelemente hinzu. Auch das Pferd Philippe aus dem Animationsfilm hat seinen Auftritt – allerdings müssen die Zuschauer genau hinschauen, um ihn zu entdecken.
West lobt die Zusammenarbeit mit dem Wiener Ensemble und der Crew. Besonders spannend sei für ihn, dass die Darsteller auf Deutsch singen. Die Übersetzung ermögliche es ihm, Szenen und Choreografien genau auf den Inhalt abzustimmen.
Die Premiere von Disneys „Die Schöne und das Biest“ ist ab 25. September im Raimund Theater zu sehen.
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