1,5 Tonnen Cannabis
Netzwerk schmuggelte Drogen von Spanien nach Wien
- Ein europaweit agierendes Drogennetzwerk konnte aufgedeckt werden. (Symbolfoto)
- Foto: HELMUT FOHRINGER / APA / picturedesk.com
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Die Behörden konnten ein europaweit agierendes Drogennetzwerk aufdecken. Die Gruppe schmuggelte innerhalb eines Jahres rund 1,5 Tonnen Cannabis von Spanien nach Wien. Es kam bereits zu elf Festnahmen.
WIEN. Seit rund einem Jahr soll ein Netzwerk europaweit Drogen geschmuggelt haben. Ermittler gehen von einer 40-köpfigen Gruppe aus, seit Dezember 2024 kam es zu elf Festnahmen von Tatverdächtigen.
Den Beschuldigten wird vorgeworfen, etwa 1,5 Tonnen Cannabis von Spanien nach Wien geschmuggelt zu haben. Das gab Jürgen Jevsnikar, Leiter der Abteilung Organisierte Kriminalität, im Rahmen eines Medientermins bekannt.
Transportiert worden seien diese etwa in aus Slowenien stammenden Lkws. Die Fahrzeuge wurden dann in Barcelona beladen und über Frankreich sowie Italien ging es dann nach Österreich. In Wien angekommen, seien die Suchtmittel umverteilt und in Wohnungen untergebracht worden.
Mindestens 13 Lieferungen
Insgesamt 13 solcher Lieferungen konnte man bisher nachweisen, die Möglichkeit für eine höhere Dunkelziffer bestehe jedoch. Zu Störungen kam es in dem - vermutlich wöchentlichen - Lieferrhythmus, als ein Lkw im Rahmen der europaweiten Aktion "Scirocco" in Frankreich angehalten wurde.
- Zwei Lkws mit 95 sowie 110 Kilogramm Cannabisblüten konnten in Wien sichergestellt werden. (Symbolfoto)
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Dieser Aufgriff hätte zu Störungen im Netzwerk gesorgt. In Wien konnten bei zwei Zugriffen Lkws mit jeweils 95 sowie 110 Kilogramm Cannabisblüten sichergestellt werden. Diese Menge sei mittlerweile üblich im Drogenschmuggel, heißt es weiter.
Cannabis-Plantagen in zwei Bundesländern
Neben den Drogen konnten weiters 60.000 Euro Bargeld, ein Lkw mit slowenischem Kennzeichen, Schusswaffen sowie Hieb- und Stichwaffen sichergestellt werden. Einem Festgenommenen wird weiters vorgeworfen, in Niederösterreich sowie dem Burgenland Cannabis-Plantagen betrieben zu haben. Diese konnten mittels Handypeilung des Verdächtigen aufgefunden werden, da sich wiederholende Fahrrouten aufgefallen seien, wie die Ermittler erklären.
- An der Aktion waren neben ausländischen Behörden auch die im September 2024 gegründete Arbeitsgruppe "Sahara" des Bundeskriminalamts beteiligt. (Symbolfoto)
- Foto: BRS
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Die Gruppe soll europaweit aktiv gewesen sein. An der Aktion waren neben ausländischen Behörden auch die im September 2024 gegründete Arbeitsgruppe "Sahara" des Bundeskriminalamts beteiligt. Die Gruppe sei aufgrund der zunehmenden Zahl von Tätergruppen, die aus Nordafrika stammen würden, ins Leben gerufen worden. Auch die im Rahmen der Aktion "Scirocco" gefundenen Drogen sowie deren Abnehmer in Wien könne man weiters dieser Region zuordnen.
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