Millionenprojekt
Wiener Universitätsstraße nach Facelift wieder befahrbar
- Der Umbau in Zahlen: 1.600 Quadratmeter zusätzliche Grünflächen, 45 neue Bäume, zwei neue Radwege mit insgesamt 600 Metern Länge und 18 Millionen Euro Kosten.
- Foto: Antonio Šećerović/MeinBezirk
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Kurz vor dem Fest wurde in weihnachtlicher Stimmung die Universitätsstraße nach einem komplizierten Facelift feierlich eröffnet. Gleise wurden nach etwa 50 Jahren erneuert, neue Radwege gebaut und ab 2026 kann man direkt aus der U-Bahn-Station Frankhplatz in die Bim einsteigen. Kostenpunkt: 18 Millionen Euro.
WIEN/ALSERGRUND/INNERE STADT. „A wonderful dream of love and peace for everyone” hört man aus einem Lautsprecher, viele kennen das Lied aus der Weihnachtswerbung eines bekannten Sodagetränks. Strahlende Gesichter stehen vor einem wohl schnell geschmückten Christbaum und halten eine goldene Weihnachtsgirlande in den Händen.
Nein, das Christkind ist noch nicht gekommen, aber unter dem Christbaum liegt die neue Universitätsstraße an der Bezirksgrenze zwischen dem 1. und 9. Bezirk. Diese wurde feierlich von Planungsstadträtin Ulli Sima, Öffi-Stadtrat Peter Hanke, Alsergrund-Bezirksvorsteherin Saya Ahmad (alle SPÖ), Neos Wien-Mobilitätssprecherin Angelika Pipal-Leixner sowie Wiener Linien-Geschäftsführerin Alexandra Reinagl eröffnet.
Unter der Erde wird fleißig am U2/U5-Ausbau gearbeitet, während auf der Oberfläche die Universitätsstraße zwischen Alser Straße und Schottentor mit neuen Radwegen, vielen Bäumen und Grünflächen neugestaltet wurde. Das Facelift bekam die Straße aufgrund des U-Bahn-Baus und weil die Gleise an der Oberfläche nach 50 Jahren ein Update benötigt haben.
"Lange und mühsame Baustelle"
Sima zeigte sich froh, dass die „lange und mühsame Baustelle“ mit mehreren Bauphasen endlich fertig ist. Der Umbau in Zahlen: 1.600 Quadratmeter zusätzliche Grünflächen, 45 neue Bäume, zwei neue Radwege mit insgesamt 600 Metern Länge und 18 Millionen Euro Kosten, alles von den Wiener Linien bezahlt. In der Mitte der Universitätsstraße verläuft jetzt ein rund drei Meter breiter Zwei-Richtungs-Radweg auf einer Länger von 400 Metern.
- Wiener Linien-Geschäftsführerin Alexandra Reinagl (l.), Planungsstadträtin Ulli Sima und Öffi-Stadtrat Peter Hanke (beide SPÖ).
- Foto: Max Spitzauer/MeinBezirk
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Der baulich getrennte Ein-Richtungs-Radweg auf der stadtauswärtigen Seite entlang des Sigmund-Freud-Parks wurde auf mehr als zwei Meter verbreitet und bis zur Kreuzung mit der Garnisongasse verlängert. Und: Anstelle der schmalen Mehrzweckstreifen zwischen Landesgerichtstraße und Wickenburggasse gibt es Ein-Richtungs-Radwege auf beiden Seiten.
Hanke sagte, dass es jetzt in diesem Bereich mit der Neugestaltung deutlich sicherer sein wird. Früher arbeitete er insgesamt 20 Jahre in der Universitätsstraße und zu oft war er Zeuge von Unfällen, bei denen Radler oder Fußgänger verunglückten. Er freue sich, weil auf dieser Strecke täglich 30.000 Fahrgäste in den Linien 43 und 44 unterwegs sind.
Sima schmettert Kritik ab
Der Kritik einiger Klimaschützer sowie Medien, dass es sich dabei um eine „Betonwüste“ handelt und das Projekt nur als „klimafit“ verkauft wird, müsse Sima widersprechen. „Obwohl es Winter ist, sieht man ja, dass die ganzen Bäume hier dazugekommen sind. Okay, die Blätter sieht man nicht im Dezember, aber dann im Frühling. Der Radweg ist eine klimafreundliche Mobilität, die wir hier ermöglicht haben, vorher gab es nur aufgemalte Streifen. Die Straßenbahn in Seitenlage mit dem Flüstergleis rattert nicht mehr dahin, sondern sie gleitet, man hört es fast kaum. Also, ich finde es sehr gelungen, aber man kann immer ein Haar in der Suppe finden, wenn man will“.
- Der Kritik einiger Klimaschützer sowie Medien, dass es sich dabei um eine „Betonwüste“ handelt und das Projekt nur als „klimafit“ verkauft wird, müsse Sima widersprechen.
- Foto: Max Spitzauer/MeinBezirk
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Für Alsergrund-Bezirkschefin Ahmad sei das eine der „wichtigsten Verkehrsadern“ im Bezirk und auch von überregionaler Bedeutung. Dieser Straßenzug sei im Neunten sehr wichtig, besonders für Menschen, die mit den Öffis unterwegs sind.
Bims wieder gewohnt schnell unterwegs
Auch für die Wiener Linien ist es natürlich etwas Großes. Die Wiener Netze haben ihre Leitungen erneuert und zu diesem Zweck musste das städtische Verkehrsunternehmen auch Gleise in eine andere Gleislage verlegen und dann wieder zurücklegen, in einer Seitenlage. „Das ist für unsere Fahrgäste damit sicherer geworden. Und es entsteht 2026 mit der Eröffnung der U5 hier ein neuer Öffi-Knotenpunkt, wo die Fahrgäste direkt aus der U-Bahn-Station Frankhplatz in die Straßenbahn umsteigen können.“ Aufgrund des Gleistausches gibt es hier keine Langsamfahrstellen mehr und die Bims können wieder in ihrer gewohnten Geschwindigkeit fahren.
- Komplett fertig saniert ist die Universitätsstraße nicht: „In ein paar Jahren kommen zehn weitere Bäume hinzu", so die Stadträtin Sima gegenüber MeinBezirk.
- Foto: Antonio Šećerović/MeinBezirk
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Komplett fertig saniert ist die Universitätsstraße nicht: „In ein paar Jahren kommen zehn weitere Bäume hinzu", so die Stadträtin Sima gegenüber MeinBezirk. Außerdem wird die Bim-Station Landesgerichtstraße erst in den nächsten Tagen fertiggestellt.
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