Tödliche Verletzungen
Zweiter "U-Bahn-Surfer" im Wiener AKH verstorben
- Am Nachmittag des 29. Oktober schockierte eine Meldung ganz Wien. Vier sogenannte "U-Bahn-Surfer" waren am Dach einer U6-Garnitur unterwegs, drei davon schlugen mit dem Kopf gegen eine Fußgängerbrücke.
- Foto: ANGELIKA KREINER / APA / picturedesk.com
- hochgeladen von Barbara Schuster
Beim "U-Bahn-Surfen" krachten drei Jugendliche in der Station Schönbrunn mit dem Kopf gegen eine Fußgängerbrücke. Zwei davon wurden lebensgefährlich verletzt. Nachdem ein 17-Jähriger vor einigen Tagen im AUVA-Spital in Meidling starb, wurde ein 18-Jähriger im AKH am Mittwoch für tot erklärt.
WIEN. Am Nachmittag des 29. Oktober schockierte eine Meldung ganz Wien. Vier sogenannte "U-Bahn-Surfer" waren am Dach einer U4-Garnitur unterwegs, drei davon schlugen mit dem Kopf gegen eine Fußgängerbrücke. Zwei davon wurden noch am Bahnsteig reanimiert. Ein 17-Jähriger wurde ins AUVA-Traumazentrum Meidling gebracht, ein 18-Jähriger ins AKH. Der 17-Jährige starb Tage später im Spital.
Jetzt gibt es auch die tragische Nachricht aus dem AKH. Ein Spitalssprecher bestätigte gegenüber MeinBezirk eine "APA"-Meldung, wonach auch der zweite Jugendliche nach tagelangem Kampf starb. Der Tod wurde am Mittwoch, 6. November, festgestellt.
Vorfall live auf TikTok übertragen
Der Vorfall wurde auf TikTok live übertragen und das Video liegt MeinBezirk vor. Dieses zeigt, wie ein junger Mann zwei sitzende Jugendliche beim "Surfen" auf der U4-Garnitur in Richtung Station Schönbrunn filmt. Einer der Männer streckt die Arme in die Luft und genießt wohl die Fahrt, wenig später wird er lebensgefährlich verletzt.
Kurz vor dem Unfallort und der Fußgängerbrücke nimmt einer der Männer das Handy in die Hand, er schwenkt zum vermummten Kameramann. In den letzten Sekunden des Videos sieht man die zwei Jugendlichen mit schweren Kopfverletzungen auf dem Zugdach liegend. Die zwei weiteren Protagonisten kamen weitaus glimpflicher davon, nur der 16-Jährige erlitt leichte Verletzungen.
- Nach dem jüngsten Vorfall warnen die Wiener Linien vor dem "Surfen" auf jeglichen Bahnen.
- Foto: Max Spitzauer/ MeinBezirk
- hochgeladen von Vanessa Zrzavy
"Es ist absolut unverantwortlich und leichtsinnig, sich auf eine fahrende U-Bahn zu begeben. Kein Selfie und kein TikTok dieser Welt ist es wert, dabei sein Leben zu riskieren", appellierte Wiener Linien-Sprecher Elias Natmessnig im MeinBezirk-Gespräch. Das Verkehrsunternehmen setzt unter anderem deswegen bereits seit einigen Jahren verstärkt auf Prävention und Aufklärungsarbeit. In Zusammenarbeit mit der Bildungsdirektion Wien und der Polizei werden Workshops in Schulen abgehalten. Kinder und Jugendliche werden dabei zum Thema Sicherheit geschult und auch vor dem "Surfen" auf Bahnen gewarnt.
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