27.05.2016, 10:15 Uhr

Herausforderungen und Chancen in der neuen Marktgemeinde Stainz

Astrid Holler (Lokale Agenda 21) und Bgm. Walter Eichmann freuen sich auf die Neugestaltung des Hauptplatzes.

Bürgerbeteiligung wird in der Marktgemeinde Stainz groß geschrieben, das reicht vom Flächenwidmungsplan über die Neugestaltung des Stainzer Hauptplatzes bis hin zu Markenbildung.

STAINZ. Aus sechs mach eins – so geschehen in der neuen Marktgemeinde Stainz im Zuge der Gemeindefusion: Rassach, Marhof, Stainztal, Georgsberg, Stallhof und Stainz sind zu einer Großgemeinde zusammengeführt worden. Die Marktgemeinde Stainz ist somit seit Jänner 2015 mit 8.500 Einwohnern die zweitgrößte Gemeinde im Bezirk Deutschlandsberg. Durch die veränderten Rahmenbedingungen ist die örtliche Raumplanung das große Thema. Laut Gesetz ist man in den Fusionsgemeinden dazu angehalten, ein neues örtliches Entwicklungskonzept inklusive Entwicklungsplan und Flächenwidmungsplan innerhalb von fünf Jahren zu erstellen. "Das erfordert ein völlig neues Denken für eine sinnvolle Verteilung der Flächen rund um Bauland, Gewerbe-, Verkehrs- und Freilandflächen", so Bgm. Walter Eichmann. "Im Jahr 2014 haben wir daher mit dem Bürgerbeteiligungsprojekt unter Einbindung aller Ortsteile begonnen, den Flächenwidmungsplan neu und sinnvoll zu erstellen", unterstreicht Astrid Holler als Beauftragte für die Lokale Agenda 21, dass Stainz diesbezüglich ein Pilotprojekt ist.
Auch die Karten für die Mobilität werden jetzt neu gemischt: Die öffentliche Verkehrsanbindung in sämtliche Ortsteile bis hin zur Anbindung an Bahnlinien ist zu optimieren. Die Installation eines Anruf-Sammeltaxis ist dabei ebenfalls im Gespräch.

Der Hauptplatz: Pläne für die Neugestaltung

Wer hat ihn nicht schon gerne genutzt: den Stainzer Hauptplatz, umsäumt von Häuserzeilen mit ihren teilweise historischen Fassaden, wo gediegene Cafés und Geschäfte eingerichtet sind. Doch der Hauptplatz benötigt ein "Facelift" – ein Großprojekt, das bereits in den Vorbereitungen angelaufen ist, der Baustart ist für das Frühjahr 2017 angesetzt. Auch bei diesem Herzensthema sind die Bürgerinnen und Bürger in der Großgemeinde, die Werbegemeinschaft und andere Vereinigungen im Rahmen der Lokalen Agenda 21 fix involviert. Das zweistufige Planungsverfahren mit zwei Landschaftsarchitekturbüros und zwei Architekturbüros ist bereits in vollem Gange. Noch bis 27. Mai können die Entwurfspläne der vier Planungsbüros auf der Gemeindehomepage www.stainz.at bzw. ab 17. Mai auch im Rahmen einer öffentlichen Ausstellung im Foyer des neuen Gemeindeamtes am Hauptplatz 23 besichtigt werden. "Wir sind schon sehr gespannt auf die Stellungnahmen", fordert Eichmann zum Mitmachen auf. Ende Juni soll dann die Entscheidung auf zwei Planungsbüros fallen – die finale Entscheidung erfolgt Mitte Juli.
"Am Gesamtkonzept als solches wird sich wenig ändern. Allerdings soll der Hauptplatz im Bereich vom Rathaus bis zum ehemaligen Bezirksgericht eine lebendige Begegnungszone mit Straßencafés, Märkten und Raum inklusive Installationen für unsere Großveranstaltungen werden", so Eichmann, der in der Entschleunigung des Verkehrs eine Voraussetzung für ein Plus an Lebensqualität sieht.


Schwerpunkte mit Qualität

"Die Attraktivierung des Zentrums mit einem gehobenen Marktleben ist den Bürgern ein ebenso großes Anliegen wie ein sinnvolles Verkehrs- und Parkraumkonzept", betont Astrid Holler von der Lokalen Agenda 21.

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