Pendler-Euro, Vignette, Helmpflicht
Das ändert sich 2026 für Burgenlands Verkehrsteilnehmer
- Die Benützung der Autobahnen kommt 2026 teurer als noch im Vorjahr: Die Jahresvignette gibt es für Pkw um 106,80 Euro, was einem Preisanstieg um 2,9 Prozent entspricht.
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Neues Jahr, viele Neuerungen: Für Burgenlands Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer bringt 2026 zahlreiche Änderungen – neben neuen Förderungen gibt es auch einige Teuerungen. ARBÖ Burgenland hat die wichtigsten Informationen zusammengefasst.
BURGENLAND. Auch 2026 bringt für Kraftfahrerinnen und Kraftfahrer sowie Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer zahlreiche Änderungen. Unter anderem wird die Nutzung der Autobahn teurer. Die Jahresvignette für Pkw steigt um 2,9 Prozent und kostet somit 106,80 Euro. Bis auf die Ein-Tages-Vignette sind sämtliche Vignetten auch zum Kleben in der Farbe Rot erhältlich. Die Jahresvignette für das Jahr 2026 ist bis einschließlich 31. Jänner 2027 gültig. 2026 ist übrigens das letzte Jahr, in dem eine Klebevignette angeboten wird – ab dem kommenden Jahr wird es ausschließlich digitale Vignetten geben, informiert der ARBÖ Burgenland.
- Die Erhöhung des Pendler-Euro von zwei auf sechs Euro sieht Martin Heissenberger, Landesdirektor des ARBÖ im Burgenland, als wichtige Unterstützung für die burgenländischen Pendlerinnen und Pendler.
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Positiv sieht der Verkehrsclub die Erhöhung des Pendler-Euros von zwei auf sechs Euro, womit zumindest teilweise der Entfall des Klimabonus kompensiert werden soll. Voraussetzung dafür ist der Anspruch auf die große oder kleine Pendlerpauschale.
Förderung für private Ladeinfrastruktur
Eine wichtige Information betrifft Personen, die eine private Ladeinfrastruktur für E-Autos errichten möchten: Private Ladeinfrastruktur wird im ersten Quartal 2026 noch mit bis zu 50 Prozent der umweltrelevanten Investitionskosten gefördert. Die Einreichung von Förderungsanträgen ist ausschließlich online möglich, Anträge können bis spätestens Ende März 2026 gestellt werden.
- Private Ladeinfrastruktur wird im ersten Quartal 2026 noch mit bis zu 50 Prozent der umweltrelevanten Investitionskosten gefördert.
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Gleichzeitig werden die CO2-Grenzwerte bei der Berechnung der Normverbrauchsabgabe angehoben, welche der ARBÖ Burgenland kritisch sieht. „Diese Anhebung wird viele Autos teurer machen, auch wenn sie schon den neuesten Umweltstandards entsprechen und sparsam sind. Im Sinne des Klimaschutzes müsste der Kauf von modernen Fahrzeugen gefördert werden, was durch die Verteuerung von Neufahrzeugen aber nicht passiert“, sagt Martin Heissenberger, Geschäftsführer des ARBÖ Burgenlands.
„In den letzten fünf Jahren ist das Durchschnittsalter von Pkw in Österreich von 8,7 auf 10,1 Jahre gestiegen. Es müsste deshalb Anreize geben, damit die Menschen auf umweltfreundliche Fahrzeuge umsteigen und die alten Autos von den Straßen verschwinden.“
Martin Heissenberger, Geschäftsführer des ARBÖ Burgenlands
Helmpflicht für E-Bike-Lenker und E-Scooter-Fahrer
Eine weitere wichtige Änderung, die die Verkehrssicherheit von Jugendlichen erhöhen soll, tritt mit 1. Mai dieses Jahres in Kraft: die Umsetzung der Helmpflicht für E-Scooter-Fahrerinnen und -fahrer bis zum 16. Lebensjahr und E-Bike-Lenkerinnen beziehungsweise -Lenker bis zum 14. Geburtstag. Ein Teilerfolg, wie der ARBÖ konstatiert. Aus Sicht des burgenländischen Verkehrsclubs wäre eine Helmpflicht „für alle Altersgruppen sinnvoll gewesen“. Elektromopeds gelten außerdem ab 1. Oktober nicht mehr als Fahrrad, sondern als Kraftfahrzeug – eine Nutzung des Radwegs ist somit künftig untersagt.
- Gut für die Verkehrssicherheit von Jugendlichen ist laut ARBÖ Burgenland die Umsetzung der Helmpflicht für E-Scooter-Fahrerinnen und -Fahrer bis zum 16. Lebensjahr und E-Bike-Lenkerinnen und -Lenker bis zum 14. Geburtstag
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Auch im Führerscheinrecht kommt es 2026 zu Neuerungen: Wer beim technisch unterstützten Schummeln erwischt wird, soll demnach ab 1. Mai statt neun Monaten 18 Monate auf den nächsten Prüfungsantritt warten müssen. Außerdem wird die allgemeine Wartezeit für Wiederholungsprüfungen von zwei Wochen auf zwölf Tage verkürzt – laut ARBÖ Burgenland eine „kleine Entlastung“ für Kandidatinnen und Kandidaten, die „normal“ durchfallen.
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