Prekäre Situation in Ortsteilen Mauer und Hausmening: Nur 2 Ärzte für 7.900 Amstettner

Vor der ehemaligen Ordination in Mauer: Bürgermeisterin Ursula Puchebner, Ortsvorsteher Egon Brandl, Ortsvorsteher Bernhard Wagner, Stadtrat Helfried Blutsch.
  • Vor der ehemaligen Ordination in Mauer: Bürgermeisterin Ursula Puchebner, Ortsvorsteher Egon Brandl, Ortsvorsteher Bernhard Wagner, Stadtrat Helfried Blutsch.
  • Foto: SPÖ
  • hochgeladen von Thomas Leitsberger

Beschwerden: Für die Ortsteile Hausmening und Mauer stehen derzeit nur zwei Ärzte zur Verfügung.

STADT AMSTETTEN. Im August 2018 ging Leopold Klem in Pension. Seither ist die Stelle eines Allgemeinmediziners im Amstettner Ortsteil Mauer nicht besetzt.

Die Situation in Mauer

Bemühungen seitens der Stadt, einen Arzt in den Ortsteil zu bekommen, blieben bislang ergebnislos. Ein angekündigtes Primärversorgungszentrum im Landesklinikum Mauer kam bislang noch nicht zustande. Hier müssten sich aber mindestens drei Ärzte finden. „Wir haben gehofft, dass bei zeitnaher Umsetzung dieses Projektes etwas Entlastung im Ortsteil entstehen hätte können“, sagt Ortsvorsteher Bernhard Wagner (SPÖ). Die Situation sei "prekär".

Die Situation in Hausmening

Auch die Situation im Ortsteil Ulmerfeld-Hausmening-Neufurth spitzt sich zu. Drei Allgemeinmediziner sind dort tätig. Ein Arzt ist seit Oktober 2018 im Krankenstand, eine Vertretung gebe es allerdings nicht, heißt es seitens der SPÖ. Damit sind derzeit zwei Ärzte für das Einzugsgebiet der beiden Ortsteile mit insgesamt rund 7.900 Einwohner die erste Anlaufstelle. „Unsere Ärzte geben ihr Bestes, aber sie sind mehr als an der Grenze des Leistbaren“, so Ortsvorsteher Egon Brandl (SPÖ). Es gibt bereits laufend Beschwerden aus der Bevölkerung.

Appell der Bürgermeisterin

„Die Hausärzte vor Ort sind nach wie vor die erste Anlaufstelle für die Patienten. Daher ist eine flächendeckende Versorgung unabdingbar – vor allem für jene Menschen, denen es nicht möglich ist, lange Anfahrtswege zu bewerkstelligen", sagt Bürgermeisterin Ursula Puchebner.
"Wir appellieren daher an die zuständigen Stellen, zeitnah die Planstelle in Mauer zu besetzen und auch eine Vertretung für den erkrankten Arzt in Ulmerfeld-Hausmening-Neufurth zu senden“, so die Bürgermeisterin.

Gespräch mit Landesrätin

Man habe sich bereits an die Ärztekammer und die Gebietskrankenkasse gewandt sowie an Landesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig (SPÖ). "Ich habe mit der NÖGKK bereits Gespräche geführt. Zurzeit gibt es im Sprengel Amstetten, Ulmerfeld-Hausmening-Neufurth und Mauer-Greinsfurth zehn Planstellen, von denen neun besetzt sind“, erklärt die Landesrätin. Die Landarztgarantie greife bei der Pensionierung von Leopold Klem noch nicht, da die Stelle erst seit einem halben Jahr unbesetzt ist. "Ich werde diesbezüglich noch mit Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner das Gespräch suchen", so Königsberger-Ludwig. Seitens der SPÖ könne man sich auch vorstellen, bei Ansiedlung eines neuen Arztes bei Investitionen in den Ordinationsräumlichkeiten finanziell unter die Arme zu greifen. Ärzte aus dem Sprengel zu einem runden Tisch einzuladen, um an Lösungen zu arbeiten, schlägt Königsberger-Ludwig vor.

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