Zahlen wie 1945
Arbeitslosigkeit im Bezirk Amstetten um 86,5 % gestiegen

Harald Vetter, Geschäftsstellenleiter des AMS Amstetten.
  • Harald Vetter, Geschäftsstellenleiter des AMS Amstetten.
  • Foto: B. V. Ederer
  • hochgeladen von Thomas Leitsberger

Innerhalb von nur 16 Tagen stieg die Arbeitslosigkeit im Bezirk Amstetten um fast 1.500 Personen.

BEZIRK AMSTETTEN. Die von der Coronavirus-Pandemie ausgelöste Entwicklung hat massive Auswirkungen auf den heimischen Arbeitsmarkt. Nach zwei Jahren de facto Vollbeschäftigung hat der Virus auch den heimischen Arbeitsmarkt voll im Griff, heißt es vom Arbeitsmarktservice in Amstetten.

3.615 Personen arbeitslos

Mit Ende März waren insgesamt 3.615 Personen arbeitslos beim AMS Amstetten vorgemerkt. Das sind um 1.196 Personen (+49,4 Prozent) mehr als noch im Februar dieses Jahres, verglichen mit dem März des Vorjahres beträgt die Steigerung sogar 1.677 arbeitslose Personen (+86,5 Prozent).
„In den ersten beiden Märzwochen ist die Arbeitslosigkeit in Amstetten gegenüber Februar dieses Jahres saisonbedingt noch um –270 Personen oder –11,2 Prozent zurückgegangen. Mitte März kam die Trendwende: Innerhalb von nur 16 Tagen stieg die Arbeitslosigkeit im Bezirk Amstetten um fast 1.500 Personen oder +68,2 Prozent. Das ist die höchste Zahl an Arbeitslosen seit 1945“, analysiert der Geschäftsstellenleiter des AMS Amstetten, Harald Vetter.

"Enorme Herausforderung"

„Das ist auch der stärkste je gemessene Zuwachs in einer so kurzen Zeit. Das ist eine enorme Herausforderung für das AMS. Wir setzen alles daran, dass Arbeitslose in dieser schweren Zeit trotz Rekordarbeitslosigkeit pünktlich und so rasch wie möglich zu ihrem Geld kommen“, so Vetter.
Bisheriger Höchststand im Bezirk Amstetten war im Winter 2010 durch Auswirkungen der Finanzkrise 2009 mit 3.266 gemeldeten Arbeitslosen im Jänner 2010 (im März 2010 war diese Zahl aber schon wieder knapp unter 2.500).

Die Belastungsgrenze

Trotz des noch nie dagewesenen Anstiegs bei den Arbeitslosen haben die Mitarbeiter des AMS Amstetten – teilweise über der Belastungsgrenze – es geschafft, alle für den Monat März gestellten Arbeitslosengeldanträge anweisungsreif zu bearbeiten, damit die Menschen das Geld auch pünktlich Anfang April angewiesen bekommen, berichtet Vetter.

Kurzarbeit im Bezirk

Weiters wurden über 500 Betriebe des Bezirks von uns zum Thema Kurzarbeit seit 16. März informiert. Der Großteil dieser Betriebe hat sich dann auch für Kurzarbeit entschieden und Anträge auf Kurzarbeitsbeihilfe eingebracht.
Nachdem das AMS Teil der kritischen Infrastruktur ist (also einen Versorgungsauftrag auch in Krisenzeiten hat), "sind alle Maßnahmen zur Vermeidung von Covid-19-Infektionen bei uns doppelt und dreifach wichtig", betont Harald Vetter.

Kontakt zum AMS

Das AMS Amstetten hat zwar weiterhin vormittags von 8 bis 12 Uhr die Geschäftsstelle geöffnet, es muss aber niemand persönlich dorthin kommen. "Wir sind am besten per Mail, per Telefon, per eAMS-Konto über finanzonline oder per Internet erreichbar. Es werden auch rückwirkend Arbeitslosmeldungen anerkannt, wenn uns jemand einen Tag nicht erreichen konnte. Daher braucht derzeit bitte niemand persönlich zu uns kommen – halten Sie Abstand, dann helfen Sie sich und uns gesund zu bleiben", so AMS-Geschäftsstellenleiter Vetter.

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