Bruck entwickelt die Gesprächskultur

Im Mittelpunkt: Finanzreferent Werner Anzenberger (Archivbild).
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  • Foto: Pashkovskaya
  • hochgeladen von Markus Hackl

Viel Einstimmigkeit, enorme Freude am Diskutieren und trotzdem keine übliche Gemeinderatssitzung in Bruck – immer alles live.

Es scheint ein neuer Stil in die Sitzungen des Brucker Gemeinderates eingezogen zu sein. Diskutiert wird nach wie vor sehr intensiv, hat auch mit einem sehr diskutierfreudigen Bürgermeister Peter Koch zu tun, der nach eigenen Worten seine "Lehrervergangenheit nicht ganz abstreifen kann". Irgendwie brachte es der neue Finanzreferent Werner Anzenberger (SPÖ) auf den Punkt: "Mit Polemik kommen wir nicht weit. Um in der Stadt etwas bewegen zu können – auch und vor allem in budgetärer Hinsicht – brauchen wir alle Fraktionen mit im Boot."

Versöhnliche Töne auch von der Opposition: FPÖ-Gemeinderat Raphael Pensl: "Wir können diesmal beim Nachtragsvoranschlag und beim Mittelfristigen Haushaltsplan nicht mitstimmen, um unserer bisherigen Abstimmungslinie treu zu bleiben. Aber fürs Budget 2021 hoffen wir aufs Angebot des Finanzreferenten, um uns hier einbringen zu können".

Alle Anträge dringlich

Sämtliche Dringlichkeits-Anträge der Fraktionen (ÖVP, FPÖ, KPÖ und NEOS) wurden einstimmig anerkannt, zum Teil sogar beschlossen (Wiedereinführung der Einkaufshilfe für Corona-Risikogruppen – ein ÖVP-Antrag) beziehungsweise den jeweiligen Ausschüssen zugewiesen (Mietzinsbeihilfe nach Mürzer Modell – ähnliche Anträge von KPÖ und FPÖ). "Im Grunde sind wir ja gar nicht soweit auseinander", sagte Bgm. Peter Koch in Richtung des stets "querdenkenden" KPÖ-Gemeinderates Jürgen Klösch.

Splitter aus dem Gemeinderat:

• Als eine der wenigen Gemeinden des Mürztales überträgt Bruck alle Gemeinderatssitzungen über Hiway-TV live, mitzuverfolgen auf der Homepage der Brucker Stadtgemeinde. Für eine Veröffentlichung des gesamten Sitzungsprotokolls (Neos-Antrag) kann man sich hingegen nicht vollends begeistern – Möglichkeit wird aber geprüft.

• Heftiger diskutiert wurde über den Statusbericht zur Bewirtschaftung der Gemeindewohnungen. Zu hoher Leerstand, zu wenig Service für die Mieter, die Brucker Wohnbau wurde mehrmals kritisiert – zu Unrecht, wie Bgm. Peter Koch beteuerte.

• Unterschiedliche Zugänge auch beim Nachtragsvoranschlag und beim nahenden Budget 2021, vor allem das "Verscherbeln des Familiensilbers" wurde wiederholt thematisiert (Verkauf Stadtwerke-Anteile). Koch: "Vorrangig haben wir die Liquidität der Gemeinde sicherzustellen, der Stadtwerke-Verkauf federt vieles ab."

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