Tag gegen Gewalt an Frauen
ÖGB-Frauen fordern mehr Schutz für gewaltbetroffene Frauen

Eva Nistelberger (links im Bild mit Brigitte Raska-Lang) informiert wegen des Lockdowns nur per Aussendung.
  • Eva Nistelberger (links im Bild mit Brigitte Raska-Lang) informiert wegen des Lockdowns nur per Aussendung.
  • Foto: ÖGB
  • hochgeladen von Markus Hackl

Am Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen und Mädchen wollen die ÖGB-Frauen wieder einmal darauf hinweisen, dass jeder Mensch gleich viel wert ist und Gewalt sowie Diskriminierung keinen Platz haben dürfen.

Die Anzahl der Frauenmorde in Österreich ist höchst alarmierend.  Am 25. November, dem Internationalen Tag der Gewalt gegen Frauen, waren bereits 28 Femizide und 51 Mordversuche bzw. Fälle von schwerer Gewalt gegen Frauen bekannt.

„Der Lockdown erschwert die Situation von gewaltbetroffenen Frauen. Auf engstem Raum kommt es noch schneller zu Eskalationen und ein schützendes soziales Umfeld ist weit entfernt“,  sagt dazu ÖGB-Regionalfrauenvorsitzende der Obersteiermark-Ost Eva Nistelberger.

Die ÖGB-Frauen schließen sich daher den Forderungen der Gewaltschutzeinrichtungen nach 228 Millionen Euro, 3.000 neuen Stellen im Opferschutz und der Umsetzung der Istanbul-Konvention an.  

Frauen müssen ein existenzsicherndes Einkommen haben. Viele Frauenberufe sind schlecht bezahlt – das ist eine Tatsache. Daher kämpfen die Gewerkschaftsfrauen für 1.700 Euro kollektivvertraglichen Mindestlohn. Dieses Einkommen hilft Frauen auch dabei, sich aus einer Gewaltbeziehung zu lösen, weil sie damit ihre Existenz und die ihrer Kinder selbstständig aufrechterhalten können. "Es braucht aber auch Rahmenbedingungen, damit Frauen überhaupt die Chance haben, Vollzeit arbeiten zu können. Daher fordern wir einen Rechtsanspruch auf einen leistbaren Kinderbetreuungsplatz für jedes Kind ab dem ersten Lebensjahr in ganz Österreich", so Nistelberger.

Alle diese Maßnahmen würden Frauen mehr Freiheiten dafür geben, einen eigenen Weg zu gehen und Partnerschaft als faires Miteinander zu erleben. Denn schließlich soll Partnerschaft auf Augenhöhe stattfinden und nicht in einem hierarchischen, eventuell sogar gewaltsamen Abhängigkeitssystem.

Soziales Umfeld auch im Lockdown

Ein starkes soziales Umfeld kann gewaltbetroffenen Frauen wichtigen Schutz bieten. „Unser Appell, wachsam zu sein, richtet sich vor allem an das soziale Netzwerk und an das Arbeitsumfeld von Betroffenen. Ein aufmerksames Zugehen auf Frauen, das Angebot, ihnen bei der Suche nach Unterstützung zur Hand zu gehen oder einfach nur für sie da zu sein – das alles kann Leben retten“, merkt Nistelberger an. Betriebliche InteressenvertreterInnen und die Gewerkschaft bieten ihre Unterstützung an. „Lassen wir gewaltbetroffene Frauen auch in Lockdown-Zeiten nicht allein“, appelliert Eva Nistelberger.

Von Gewalt betroffen?

Die Frauenhelpline unterstützt: unter Tel. 0800 222 555 an 365 Tagen im Jahr, rund um die Uhr, anonym und kostenlos.

Link:
• Frauenhelpline
• ÖGB Steiermark

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