Projekt Südschiene
50 Millionen Euro-Leitung sichert Versorgung der steirischen Industrie
- Die beiden Energie Steiermark-Vorstände Werner Ressi und Martin Graf besuchten am Montag die Baustelle.
- Foto: Energie Steiermark
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Um die Versorgung der heimischen Industrie auch in Zukunft absichern zu können, wird derzeit an einer 26,5 Kilometer langen Erdgasleitung zwischen Bruck und St. Michael/Traboch gearbeitet. Rund 50 Millionen Euro werden dafür in die Hand genommen.
BRUCK/LEOBEN. Die heimische Industrie gilt als größter Gas-Abnehmer der Energie Steiermark. Um die regionalen Standorte auch in Zukunft mit ausreichend Energie versorgen zu können und um die Standorte abzusichern, arbeitet die Energie Netze Steiermark, ein Tochterunternehmen der Energie Steiermark, an der Errichtung einer neuen Gasleitung im Bereich zwischen Bruck an der Mur und St. Michael/Traboch. Nach dem Bau der Südschiene I und II in den Jahren 2009 bis 2011 ist damit nun das Projekt Südschiene III in Arbeit.
- In Niklasdorf wurde im Rahmen einer Pressekonferenz das Projekt Südschiene präsentiert.
- Foto: MeinBezirk/Angelika Kern
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26,5 Kilometer soll sie werden und nach rund einem Jahr Bauzeit bis Ende 2026 fertiggestellt sein. Investitionssumme: rund 50 Millionen Euro. Am vergangenen Montag wurde das Projekt im Rahmen einer Pressekonferenz in Niklasdorf offiziell präsentiert und auch ein Besuch der Baustelle eingeplant.
Leitungen für die Zukunft
Die neue Leitung wird als H2-ready-Gasleitung errichtet, das heißt künftig können hier auch andere Gase, wie etwa 100 Prozent Wasserstoff aber auch Biomethan oder synthetisches Methan transportiert werden.
- Für die Verlegung der Rohre muss eine Schneise durch Wald und Flur geschlagen werden; ist alles fertig wird renaturiert.
- Foto: Energie Steiermark
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Für die Präsentation dieses bedeutenden Infrastrukturvorhabens sind die beiden Vorstände Martin Graz und Werner Ressi am Montag extra nach Niklasdorf gereist. „Mit diesem Projekt investieren wir gezielt in die Versorgungssicherheit und die Wettbewerbsfähigkeit der Region. Die neue Leitung wird bereits heute wasserstofftauglich errichtet und schafft damit die Grundlage für künftige Anwendungen. Sie ist ein wichtiger Baustein für die Weiterentwicklung einer modernen, leistungsfähigen Energieinfrastruktur und die langfristige Stärkung des Wirtschaftsraums Steiermark“, so die beiden Vorstände der Energie Steiermark.
Die Errichtung der neuen Leitung ist eine logistische Herausforderung, ist doch das Gelände äußerst anspruchsvoll. Insgesamt sind 4.300 Höhenmeter zu bewältigen, ungefähr ein Drittel verläuft durch steile Hanglagen – Steigungen von bis zu 40 Prozent, teilweise sogar bis zu 55 Prozent sind zu bewältigen. Dafür braucht es natürlich Spezialfirmen mit Spezialwissen, in dem Fall kommen diese aus Deutschland bzw. Italien.
- Die Rohre sind 12 bzw. 16 Meter lang und wiegen mehr als zwei Tonnen.
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Herausforderndes Gelände
Erfahrung ist auch vonnöten, wenn es um die Querung von Gewässern, Bahnlinien und Verkehrswegen geht. Eine besondere Herausforderung ist in dem Zusammenhang die Unterquerung der Mur, welche mittels Horizontalspülbohrung auf einer Länge von rund 380 Metern und etwa 20 Meter unterhalb der Flusssohle erledigt wird.
- Jetzt noch sichtbar, nach der Renaturierung zeugen nur noch einzelne Marker vom Verlauf der Leitung.
- Foto: Energie Steiermark
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Für die Verlegung der rund zwei Tonnen schweren und 12 bzw. 16 Meter langen Rohrstücke, die aus Stahl errichtet werden und einem Druck von rund 70 bar standhalten können, muss eine Schneise durch Wald und Flur geschlagen werden. Die Rohre werden mittels eigens errichtet Kränen an die vorgesehenen Stellen transport und liegen dann auf rund 1,20 Metern Tiefe. Sind die Arbeiten erledigt, wird sofort wieder mit der Renaturierung begonnen; nur Marker zeugen dann vom Verlauf der Leitungen.
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