11.09.2014, 19:30 Uhr

Junge ÖVP verbucht Erfolge bei Mobilitätsschecks

Stefan Hofbauer (l.) mit Bundesrat Friedrich Reisinger (Foto: KK)
Rund einen Monat nachdem die JVP Bruck-Mürzzuschlag mit ihrer Forderung nach einer finanziellen Unterstützung für Studierende an die Öffentlichkeit gegangen ist, haben erste Gemeinden bereits die Umsetzung beschlossen.
Die Hochschulstandorte, allen voran Graz und Wien, locken Studierende mit finanziellen Begünstigungen, ihren Hauptwohnsitz an den jeweiligen Standort zu verlegen. Dass dies gerade im ländlichen Raum die Abwanderung von jungen Menschen weiter vorantreibt, liegt auf der Hand.
Die Junge ÖVP will diesem Trend mittels Mobilitätsschecks entgegenwirken und appelliert an die Gemeinden, die Studentinnen und Studenten möglichst rasch finanziell zu unterstützen. Das soll den Studierenden einerseits das Pendeln zwischen Wohn- und Studienort erleichtern sowie andererseits Studierende mit einer Wohnung am Studienort dazu bewegen, ihren Hauptwohnsitz in der jeweiligen Heimatgemeinde zu belassen.
Besonders erfreulich ist, dass der Stadtrat der Stadtgemeinde Mürzzuschlag in der Zwischenzeit bereits eine dementsprechende Umsetzung beschlossen hat. So sollen Studentinnen und Studenten mit Hauptwohnsitz in Mürzzuschlag in Zukunft einen Zuschuss von 125 Euro pro Semester erhalten.
In der Marktgemeinde Langenwang ist ein dementsprechender Antrag bereits vorbereitet, welchen die Junge ÖVP in der kommenden Gemeinderatssitzung vorlegen möchte. Auch in anderen Gemeinden unseres Bezirkes bemühen sich die Junggemeinderäte und Funktionäre der JVP derzeit, Befürworter für die Umsetzung zu gewinnen. "Wir werden bei diesem Thema sicher nicht locker lassen", sagt JVP-Bezirksobmann Stefan Hofbauer.
So war eine Delegation der Jungen ÖVP kürzlich beim Brucker Bürgermeister Hans Straßegger und überbrachte ihm die Forderung persönlich. Helmut Sommer aus der JVP-Stadtgruppe Bruck informiert: "Es war ein sehr konstruktives Gespräch, ich bin optimistisch, dass unser Anliegen demnächst im Gemeinderat behandelt wird". Die Notwendigkeit einer ordentlichen Maßnahme zur Abwanderungsbekämpfung wird speziell in der Bezirkshauptstadt immer größer, "kündigen" jährlich doch zig junge Menschen ihren Hauptwohnsitz in Bruck.
Die großen Vorteile für die Gemeinde liegen neben dem sicherlich positiven Effekt auf die Einwohnerzahlen - auch damit verbunden - im finanziellen Bereich. "Es zahlt sich jedenfalls aus, junge Menschen mit, sagen wir, 100 Euro zu unterstützen, weil jeder Hauptwohnsitz der Gemeinde über den Finanzausgleich gut das Sechsfache einbringt", erklärt Hofbauer die Win-Win-Situation für Gemeinden und Studierende.
Die JVP Bruck-Mürzzuschlag glaubt jedenfalls, bis zur Gemeinderatswahl im kommenden Frühjahr noch weitere Gemeinden von dieser sinnvollen Initiative überzeugen zu können.
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