25.03.2016, 12:23 Uhr

WOCHE-Tourentipp: Viele Gipfel, keine Kreuze

Tiefblick ins Mürztal, einer der vielen wunderbaren Eindrücke, die wir bei der Wanderung auf die Zöberer Höhe erleben können. (Foto: Steininger)

Bergfex Andi Steininger war wieder unterwegs: Normalerweise zieren unsere Gipfel meist markante Kreuze. Heute müssen wir ohne diese auskommen.

Ende März – auf den hohen Gipfeln liegt zur Freude aller Schitouristen noch der Firnschnee, im Tal allerdings grüßt bereits die Frühjahrssonne. Erfahrungsgemäß werden nach den Wintermonaten die ersten warmen Tage sehnlichst erwartet. Daher soll auch der aktuelle Wandertipp nicht noch einmal in eisige Höhen, sondern auf eine genussvolle Wandertour führen. Gleich vorweg – ganz ohne Schneekontakt wird es sich aber nicht ausgehen.

Ein weltmeisterlicher Schiort
Unsere heutige Tour beginnt beim Gasthaus Görgl in Parschlug, nördlich von Kapfenberg. Bekannt wurde der Ort auch als Heimatgemeinde von Elisabeth Görgl, Doppel-Weltmeisterin in Super G und Abfahrt 2011.
Wir sind aber heute ohne Schi unterwegs und starten beim erwähnten Gasthaus mit unserem Anstieg zur Zöberer Höhe. Dieser unscheinbare, 1.486 Meter hohe Gipfel erwartet uns auf Grund seiner exponierten Lage mit wunderschönem Hochschwabblick.

Gewaltiges Panorama
Doch alles mit der Ruhe und der Reihe nach. Zunächst müssen wir über einen teilweise recht steilen, allerdings immer bestens markierten und ungefährlichen Steig etwas über 700 Höhenmeter überwinden, um die Panoramabelohnung auch kassieren zu dürfen.
Der Anstieg selbst führt uns meist durch bewaldetes Gelände. Allerdings eröffnen sich auf zahlreichen Lichtungen schöne Tiefblicke ins Mürztal. Zusätzlich erscheinen mit zunehmender Seehöhe am südlichen Horizont immer mehr Gipfel der Fischbacher Alpen.

Gipfel der Entscheidungen
Nach knapp zwei Gehstunden stehen wir dann oben. Ein Gipfelkreuz suchen wir hier vergeblich, ein Gipfelbuch und Wegweiser hingegen finden wir. Im Norden grüßen außerdem der nahe Hochschwab herüber, im Westen die Eisenerzer Alpen und im Süden die schon erwähnten Fischbacher Alpen. Die Wegweiser machen unseren Gipfel aber auch zum Gipfel der Entscheidungen.
Denn wir haben hier nun einige Möglichkeiten für unseren Abstieg. Entweder (schnell) wir wandern auf unserem Aufstiegsweg retour oder wir starten hier mit einer Gipfel- und Kammwanderung (lange, aber empfehlenswert, Rückfahrt etwas kompliziert) bis zum Pogusch – auch auf dieser Variante werden wir Gipfelkreuze vergeblich suchen. Diese Kammwanderung kann übrigens durch einen Abstieg auf halber Strecke über die Tulzer Alm nach Pogier abgekürzt werden. Die Rückkehr nach Parschlug vom Pogusch erfolgt idealerweise mittels zweitem PKW.

Tourinfo kompakt:
Ausgangs- und Endpunkt: Gasthaus Görgl in Parschlug, Tel.: 03862 33133
Aufstieg: 700 Hm
Gehzeit gesamt: Zöberer Höhe 3-4 Stunden, Kammwanderung 6 Stunden
Stützpunkte entlang der Tour: Zöberer Höhe keine, Kammwanderung Variante Tulzer Alm – Pogier Jausenstationen "Rührer" (Tel.: 03862 32732) und "Tulzer Alm" (Tel.: 0664 4320304), Kammwanderung Variante Pogusch die Bründlwegwirte.
Familien- bzw. Kindereignung: nur Zöberer Höhe ja, Kammwanderung lange!
Schwierigkeit: keine
Hinweis: Abstiegsvariante über das Kaisereck hier nicht berücksichtigt!
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Harald Schober aus Weiz | 26.03.2016 | 19:01   Melden
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