Der ideale Detektiv ist die unscheinbare Frau

Das klassische Bild vom Detektiv ist ein Mann mit Schlapphut und Trenchcoat. Doch Frauen machen mindestens genauso gute Detektivarbeit.
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  • Foto: MEV
  • hochgeladen von Linda Osusky

ÖSTERREICH. Mit Schirm, Charme und Melone: Anders als Kriminalromane vermuten lassen, ist der Beruf des Detektivs nicht gefährlich. "Ein Detektiv ist den gleichen Gefahren ausgesetzt wie jeder, der auf der Straße ist", sagt Lukas Helmberger, Präsident des Österreichischen Detektivverbands (ÖDV), zu meinbezirk.at.

Dem Seitensprung auf der Spur

Eine Ausnahme stellen Kaufhausdetektive und jene, die im Personenschutz tätig sind, dar: "Da können die Leute schon mal rabiat werden", so Helmberger. Kaufhausdetektive stellen auch die größte Untergruppe dar. Einen weiteren großen Bereich machen Ermittlungen in Eheangelegenheiten aus. Mit der Lockerung des Privatkonkurses rechnet Helmberger auch hier mit mehr Aufträgen von Gläubigern.

Der Schirm ist nicht nur Accessoire

Wie wird man überhaupt Detektiv? Zwar gibt es viele Ex-Polizisten in der Branche, aber das sei keine Voraussetzung. Er selbst war beim Heeresnachrichtendienst tätig, bevor er sich 2003 als Detektiv selbstständig gemacht hat. Heute beschäftigt Helmberger 15 Mitarbeiter. Viele Institute bieten Ausbildungen an. Eine gesetzlich anerkannte Ausbildungsstätte gebe es aber nicht. "Das könnte sich aber demnächst ändern", sagt Helmberger. Für den Beruf müsse man zeitlich flexibel sein – Nacht- und Wochenendeinsätze sind mehr Regel als Ausnahme. Wetterempfindlich dürfe man auch nicht sein. Und was Frauen angeht: "Frauen sind fast geeigneter für den Beruf, da sie unauffälliger sind", sagt Helmberger.

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