30.03.2017, 18:01 Uhr

Saisonauftakt im Buschenschank Karin Ulz

Wenig, dafür von besonderer Qualität: Stainzer Schilcher Frostedition 2016
Kothvogel: Ulz |

Schilcher Frostedition 2016 als Rarität kredenzt.

Ein politisch-kulinarischer Kontrast: Bei der Überreichung des britischen Austrittsgesuches herrschte in Brüssel so etwas wie Endzeitstimmung. Ganz anders die Wahrnehmung der Gäste beim Frühlingsmenü im Buschenschank von Karin Ulz, die von Aufbruch, Frühlingsstimmung und „endlich wieder offen“ geprägt war.
Dieses „wieder offen“ sprach die Buschenschänkerin in ihrer Begrüßung an. „Sechs Monate waren eine lange Zeit“, freute sie sich, wieder Gäste im Haus zu haben und den Betrieb samstags, sonntags und feiertags ab 15 Uhr geöffnet zu halten. Dennoch klang Wehmut mit: „Mit Schilcher sind wir heuer nicht gesegnet“, sprach sie die schweren Frostnächte im Vorjahr an, die auch am Ried Kothvogel nicht spurlos vorbeigegangen sind. Allerdings: Die geringe Menge, die verarbeitet werden konnte, weist eine außerordentliche Qualität auf.

Der Stainzer Schilcher Frost Edition 2016 wurde dann ebenso wie der Schilcher Frizzante den Gästen kredenzt. „Er besitzt eine grün-grasige Note im Duft am Gaumen“, beschrieb Karin Ulz die Schilcher-Rarität als würzig, saftig und ausgewogen. Für das restliche Weinsortiment sorgte diesmal das Weingut Scheucher, das mit Scheurebe 2016, Weißburgunder, Sauvignon blanc, Roter Traminer und Cuvé Otter ordentlich punkten konnte. Die Speisenfolge stand dem nicht nach, vom einleitenden Gruß aus der Küche bis zur abschließenden Nachspeise traf die Kulinarik den Geschmack der Besucher. Das gilt auch für Harmonikaspieler Florian Puchleitner mit seiner leise-unaufdringlichen Musikuntermalung.
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