Umfrage: Brauchen wir den ÖBB-Flachgautunnel?
Ein Käfer fordert die ÖBB-Planer

Bei beiden Tunnelportalen soll der Schwarze Grubenlaufkäfer vorkommen. Um ihn zu schützen sollen die Probebohrungen verschoben werden.
  • Bei beiden Tunnelportalen soll der Schwarze Grubenlaufkäfer vorkommen. Um ihn zu schützen sollen die Probebohrungen verschoben werden.
  • Foto: ÖBB
  • hochgeladen von Gertraud Kleemayr

Brauchen wir den ÖBB-Flachgautunnel?

Vier Bürgerinitiativen, die sich für gegen den ÖBB-Flachgautunnel in der geplanten Form einsetzen, wollen die für Februar geplanten Probebohrungen verschieben, weil sie glauben, dass dadurch der Lebensraum de geschützten Grubenlaufkäfers zerstört wird.

KÖSTENDORF. Vier Bürgerinitiativen, die sich gegen den ÖBB-Flachgautunnel in der geplanten Form einsetzen, wollen die für Februar geplanten Probebohrungen verschieben, weil sie glauben, dass dadurch der Lebensraum des geschützten Grubenlaufkäfers zerstört würde.

Kämpfen bis zum Schluss

Noch im Jänner soll nach einer Begehung der BH Salzburg-Umgebung mit den ÖBB entschieden werden, ob mit Probebohrungen für den Tunnelbau begonnen werden darf. Die Bürgerinitiativen befürchten, dass die ÖBB mit ihrem schweren Bohrgerät die empfindlichen Lebensräume der vom Aussterben bedrohten Käfer zerstören. Johanna Sams, Sprecherin der "Aktion lebenswerter Flachgau": „Drei unabhängige Biologen gehen davon aus, dass es weitere Vorkommen des Grubenlaufkäfers gibt. Wir fordern deshalb die Behörden und die ÖBB auf, alle vom Tunnelbau betroffenen Gebiete vor Beginn der Bohrarbeiten von unabhängigen Experten untersuchen zu lassen. Nur so kann man die Vernichtung bisher unentdeckter Käfer-Lebensräume verhindern." Da diese Studien laut Fachleuten erst ab Juni stattfinden können, würde dies eine weitere Verzögerung für die ÖBB bedeuten.

Noch mehr Käfer

Die Initiativen geben an, sie hätten in einer ihnen zugespielten ÖBB-Präsentation entdeckt, dass auch auf der westlichen Tunnelseite die auf der roten Liste stehenden Käfer leben. Der Köstendorfer Bürgermeister Wolfgang Wagner, der vor allem gegen die Aushublagerung im Nahbereich des Wenger Moores ist, versteht die Vorgehensweise der Anrainer und vor allem der Bürgerinitiativen: „Ich verstehe die Betroffenheit vor Ort. Wenn der Grubenlaufkäfer schützenswert ist, ist das von der Naturschutzbehörde zu überprüfen und es muss von den zuständigen Behörden klar und nachvollziehbar entschieden werden, ähnlich wie beim Steinkrebsvorkommen im Steinbachgraben.“ Dieser verhinderte die Aushubdeponie am Tannberg.

ÖBB verweisen auf Behörde

"Wie die ÖBB-Infrastruktur nun mit dem Vorkommen der seltenen Käferart im Bereich des geplanten Tunnelportals umgeht, muss genau beobachtet werden", so der Bürgermeister weiter. Die ÖBB verweisen auf die Behörden. "Derzeit läuft für das Projekt das UVP-Verfahren. Der von der Behörde erteilte Verbesserungsauftrag wurde mit Jahreswechsel erfüllt und die entsprechenden Unterlagen beim Bundesministerium für Klimaschutz eingereicht. Nun ist wieder die Behörde am Zug", so ÖBB-Sprecher Robert Mosser. Und er verweist darauf, dass von "Verschweigen" keine Rede sein könne, da alle Ergebnisse der Kartierungen an den Tunnelportalen in den eingereichten Unterlagen enthalten seien. "Selbstverständlich führen wir die Bohrungen erst nach Vorliegen aller erforderlichen Genehmigungen durch“, so Mosser weiter.
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