31.08.2016, 06:00 Uhr

Grünes Licht für Henndorfer Betonwerk

Die Gemeinde will auf dem Gebiet "Hopfgarten" künftig mehrere Unternehmen ansiedeln.

Während SPÖ und ÖVP in Henndorf für das Gewerbegebiet stimmten, sind Grüne und FPS dagegen

HENNDORF (buk). Mit 13 zu vier Stimmen wurde nun in Henndorf die Umwidmung des Gebietes Hopfgarten beschlossen. Hier sollen sich künftig Gewerbetreibende, darunter ein Transportbetonwerk, ansiedeln. "Dabei hat es einige Diskussionen gegeben", sagt Bürgermeister Rupert Eder (ÖVP). Der ganze Akt gehe nun zum Land Salzburg und den jeweiligen Fachabteilungen. "Wann und wie gebaut wird, kann ich nicht sagen", so der Ortschef. Die Gemeinde sei nur für die Flächenwidmung zuständig gewesen.

Rückendeckung von der SPÖ

Rückendeckung erhält er von der örtlichen SPÖ. "Wir wollen regionale Arbeitsplätze", sagt Gemeinderätin Hilde Eisl. Zudem würden dadurch die Steuereinnahmen im Ort steigen, wodurch größere Infrastrukturprojekte – etwa beim Seniorenwohnheim oder einem neuen Recyclinghof – finanziert werden können. "In Henndorf sind wir mit Gewerbeflächen nicht gerade gesegnet", erklärt Eisl. "Die Umwidmung ist vorausschauend geplant. Da hilft Populismus hin oder her nicht."

"Damit muss man leben"

Weniger erfreut zeigt sich der Grüne Gemeinderat Christian Piller: "Das war eine demokratische Entscheidung, damit muss man leben und es zur Kenntnis nehmen", sagt er. Zuvor hätten die Grünen alles versucht, um#+diese Entscheidung zu verhindern. Eine Online-Petition hat mehr als 1.000 Unterzeichner gefunden. Dennoch wird sich Piller ganz genau ansehen, was es mit dem auf der neuen Gewerbefläche geplanten Transportbetonwerk auf sich hat, "vor allem, wegen dem Wasserschutzgebiet in unmittelbarer Nähe". Dass sich – sollte das Betonwerk kommen – viele Betriebe ansiedeln, bezweifelt er: "Wer will schon neben ein Betonwerk, das Lärm, Staub und rund 300 Lkw-Fahrten täglich produziert."

Anfechtungen geplant

Noch einen Schritt weiter geht Johann Spöttl von der FPS. "Dass das Werk kommt, ist noch nicht fix", ist er überzeugt. Konkret plant seine Partei zwei Punkte anzufechten: Die Widmungsänderung an sich und den Bebauungsplan. "Der Bedarf für ersteres ist nicht erbracht worden, weil derzeit nur das Werk hier bauen will – das ist für ein Gewerbegebiet dieser Größe zu wenig", ist er überzeugt. Zudem sei im Räumlichen Entwicklungskonzept festgelegt, dass nur Betriebe anzusiedeln seien, die hauptsächlich Innenraumtätigkeiten verrichten – und das sei bei einem Transportbetonwerk nicht gegeben.


Hier geht's zum Kommentar "Muss es unbedingt ein Betonwerk sein?"


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Hier geht's zum Leserbrief "Kritik am geplanten Betonwerk in Henndorf"
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