Edles & Ausgefallenes
Bio-Bauern liegen mit Grillkursen voll im Trend

Der Biohof Silberbauer rund um Peter Schaller in Erdmannsdorf (Gemeinde Gutau) ist bekannt und beliebt für seine Grillkurse.
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  • Der Biohof Silberbauer rund um Peter Schaller in Erdmannsdorf (Gemeinde Gutau) ist bekannt und beliebt für seine Grillkurse.
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Grillen ist beliebter denn je, nicht nur im Sommer. Dabei kommen immer öfter nicht nur Würstchen oder Supermarkt-Grillfleisch auf den Rost, sondern auch hochwertiges regionales Bio-Fleisch und auch ausgefallenere Stücke. Wie man diese am besten zubereitet, zeigen die Bio-Landwirte Peter Schaller und Jakob Kiesenhofer in ihren Grillkursen. 

GUTAU, SCHÖNAU. Jakob Kiesenhofer züchtet auf dem Kohlenerhof in Prandegg eine ausgefallene Rasse: Wagyu-Rinder. Ebenso besonders sind die Tiere, die Peter Schaller am Biohof Silberbauer in Erdmannsdorf züchtet: Aberdeen-Angusrinder und Duroc-Schweine. All diese edlen Fleischsorten eignen sich besonders gut zum Grillen. Ihr Wissen rund um die Vorbereitung und Zubereitung des Fleisches geben die beiden Bio-Bauern in Grillkursen weiter. Das Interesse ist riesig. 

Es muss nicht immer Steak sein

"Unser Grillkurs findet seit 2016 einmal jährlich statt", erzählt Jakob Kiesenhofer. "Die ursprüngliche Idee war, den Leuten in einer lockeren Atmosphäre die unterschiedlichen Teile des Rinds näherzubringen, denn es lassen sich mit verschiedenen Grillmethoden auch viele weniger bekannte Teilstücke hervorragend grillen." Kiesenhofers nachhaltiges Motto: "Nose to Tail" - also von der Schnauze bis zum Schwanz kann fast alles gegrillt werden. Auf den Grill kommt am Kohlenerhof nur Fleisch aus der eigenen Bio-Landwirtschaft oder von Bauern, die sie persönlich kennen und von deren Qualität sie überzeugt sind. 

Der Hof von Peter Schaller wird seit 2006 rein biologisch bewirtschaftet.
  • Der Hof von Peter Schaller wird seit 2006 rein biologisch bewirtschaftet.
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"Unsere Bio-Rinder sind von April bis November auf der Weide und werden erst mit einem Alter von etwa 30 Monaten stressfrei geschlachtet. Das Fleisch wird in einem speziellen Reifeverfahren fünf Wochen trocken gereift. Das dry aged Fleisch ist besonders zart und aromatisch"

, erklärt Kiesenhofer.

Nicht Grill ist wichtig, sondern was drauf kommt

Bei Peter Schaller kommen gerne auch ganze Stücke auf den Grill. "Das hat den Vorteil, dass man mehr Zeit für seine Gäste hat. Außerdem kann man nebenbei andere Dinge vor- oder zubereiten und muss nicht ständig beim Grill stehen", erzählt Schaller. Generell grillt er gerne über offenem Feuer oder räuchert Fleisch bis zu 24 Stunden im Smoker. "Schmorgerichte sind in unserer Familie sehr beliebt. Es muss nicht immer ein teures Steak sein, es kann auch mal eine geschmorte Rippe aus dem Dutch-Oven sein", erzählt Schaller. Bei seinen Basisgrillkursen arbeitet er mit Holzkohle-Kugelgrills, Gasgrillern, Smokern und Water-Smokern, offenem Lagerfeuer, Dutch-Oven und vieles mehr. "Es geht bei meinen Kursen aber nicht um die Geräte, wie etwa bei Kursen von verschiedenen Grillherstellern, sondern viel mehr darum, was auf den Grill kommt", betont der Bio-Bauer.

Auch diesen Sommer bietet Peter Schaller wieder verschiedene Grillkurse an.
  • Auch diesen Sommer bietet Peter Schaller wieder verschiedene Grillkurse an.
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Bunt gemischtes Publikum

Grillkurse am Biohof Silberbauer gibt es seit 2020 in Zusammenarbeit mit dem ausgebildeten Grilltrainer Dominik Hofreiter. Auch bei Schallers Kursen kommen nicht nur Steaks auf den Grill: "Wir machen zum Beispiel Rinder-Stelzen, die 24 Stunden gegart werden, dry aged Tomahawk-Steaks vom Bio-Angusrind, geschmorte Wangerl und Ochsenschlepp aus dem Dutch-Oven, Schweinebauch Assado am offenen Feuer oder verschiedene Burger." Die Grillkurse kommen sehr gut an, ebenso bei erfahrenen Grillmeistern.  Auch viele Frauen nehmen an den Kursen teil, bei denen ausschließlich Fleisch von den eigenen Rindern und Schweinen zubereitet wird. Für die Basiskurse am 22. und 23. Mai gibt es noch wenige Restplätze.

Auch am Kohlenerhof Gundi und Jakob Kiesenhofer gibt es regelmäßig Grillkurse.
  • Auch am Kohlenerhof Gundi und Jakob Kiesenhofer gibt es regelmäßig Grillkurse.
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Grilltipps von Gutauer Grillmeistern

Der BezirksRundschau Freistadt haben die beiden Grillprofis einige Grilltipps verraten: 

  • Auf ausreichende Fettmarmorierung bei Grillfleisch achten (weiße Fettäderchen, welche das Fleisch durchziehen).
  • Genügend Zeit einplanen, gute Qualität einkaufen und niemals auf Grillthermometer verzichten, um die Fleischtemperatur zu überwachen. 
  • Weniger Fleisch grillen, dafür aber hochwertiges, am besten in Bio-Qualität und gut gereift.
  • Je weniger Würze, desto besser: Bei guter Fleischqualität braucht es nicht viele Gewürze.  Gutes Olivenöl, Salz und Pfeffer sind die wichtigsten Zutaten. 

Vor der Anschaffung eines neuen Grills sollte man sich Gedanken machen, welcher "Grilltyp" man ist. Ist man eher Fan der schnellen, spontanen Grillküche oder bevorzugt man länger geplante Grilltage, bei denen das Fleisch über mehrere Stunden zubereitet wird? "Auch die Platzfrage sollte mit einbezogen werden", rät Kiesenhofer. "Der Trend geht schon zu richtigen 'Outdoor-Küchen', aber eine solche erfordert natürlich auch genügend Platz."

Nähere Infos und Anmeldung für Grillkurse
jakobe-wagyu.at
biohof-genuss.at

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