Mit Flucht und Geldstrafe
Mängel-Laster blieb im Gleinalmtunnel stehen
- Motorschaden im Gleinalmtunnel: Ein Lastkraftwagen sorgte für eine Tunnelsperre.
- Foto: Feuerwehr St. Michael
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In den frühen Montagmorgenstunden stellte ein Lkw-Lenker sein Fahrzeug aufgrund von Rauchentwicklung aus dem Motorraum ab und verließ mit einem anderen Lastauto den Tunnel. Kurz darauf folgte eine Sperre.
ÜBELBACH. Der Lenker stellte gegen 4:40 Uhr, aufgrund von Rauchwahrnehmungen im Motorraum, seinen Lkw im Tunnel ab. Er stieg aus und verließ mit einem anderen Lenker, dessen Fahrer hinter dem abgestellten Lastwagen anhielt, den Tunnel.
Gleinalmtunnel wurde gesperrt
Grund für den Rauch aus dem LKW dürfte ein Motorschaden gewesen sein. Es kam jedoch zu keinem Brand und zu keinen verletzten Personen. Der Gleinalmtunnel wurde anschließend in der Zeit von 4:42 Uhr bis 5:24 Uhr in beide Fahrtrichtungen gesperrt.
- Der Tunnel wurde für eine kurze Zeit gesperrt.
- Foto: Asfinag
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Danach wurde die Oströhre für den Verkehr wieder freigegeben. Nach der Abschleppung des LKW, gegen 7:07 Uhr, wurde auch die Weströhre wieder für den Verkehr geöffnet. Die Ermittlungen zum Lenker des abgestellten LKW, welcher den Tunnel nach dem Vorfall sofort verlassen hatte, wurden aufgenommen.
Update: Lenker ausgeforscht
Beamte der Autobahnpolizei Gleinalm führten später am Areal des Abschleppunternehmens in Graz eine genauere Begutachtung des abgeschleppten Lkw durch. Als der vorerst flüchtende Lkw-Lenker noch in den Vormittagsstunden ganz plötzlich beim betroffenen Abschleppunternehmen auftauchte, hatte er offenbar nicht mit den Autobahnpolizisten gerechnet. Diese hatten bereits auf den 51-jährigen Serben gewartet und stellten ihn sogleich zur Rede. Zu seiner Flucht befragt gab der Mann an, dass sein Lkw auf dem Weg von München nach Serbien plötzlich einen Motorschaden im Gleinalmtunnel erlitten hätte. Daraufhin hätte er selbst die ASFINAG verständigt und sich in der Folge gemeinsam mit seinem Kollegen aus dem Tunnel entfernt, so zumindest die Rechtfertigung des Mannes.
Zahlreiche technische Mängel
Eine Intensivkontrolle des Sattelzuges brachte jedoch andere mögliche Motive der Flucht zum Vorschein. So stellten Autobahnpolizisten zahlreiche und teils schwere Mängel am Lkw des 51-Jährigen fest. Darunter etwa Reifenschäden, massive Mängel bei der Ladungssicherung der beiden aufgeladenen Radbagger oder defekte Bordwände. Diese waren lediglich notdürftig mit Kabelbindern gesichert.
- Gegen den Lenker wurde Anzeige erstattet.
- Foto: andreas160578/Pixabay
- hochgeladen von Nico Deutscher
Hinweise auf strafrechtliche Delikte konnten nicht erhoben werden. Der 51-Jährige wird jedoch wegen zahlreicher verkehrstechnischer Mängel an die Bezirkshauptmannschaft Leoben angezeigt. Zur Sicherung der Verwaltungsstrafverfahren hoben Polizisten an Ort und Stelle eine Sicherheitsleistung von 4.000 Euro vom Serben ein. Zudem erwarten den Lkw-Lenker zusätzliche Kosten in derselben Größenordnung für die erforderliche Abschleppung des Lkw. Dem 51-Jährigen wurde die Weiterfahrt untersagt. Auch die betroffene Firma in München wird angezeigt, nachdem der desolate Lkw nicht in diesem technischen Zustand beladen werden dürfte.
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