Die "Karriere danach" bereits im Kopf

Jubeln will Volleyball-Nationalteamspieler Lorenz Koraimann noch einige Jahre, bevor es in die "Sport-Pension" geht.
4Bilder
  • Jubeln will Volleyball-Nationalteamspieler Lorenz Koraimann noch einige Jahre, bevor es in die "Sport-Pension" geht.
  • Foto: GEPA
  • hochgeladen von Stefan Haller

Nur wenige Sportler verdienen im Laufe ihrer Karriere genug, um danach nicht mehr arbeiten zu müssen. Die Millionengehälter der nationalen und internationalen Topstars sind oft utopisch, die meisten Leistungssportler steigen nach der aktiven Laufbahn in ein "normales" Berufsleben um.

"Noch ein paar gute Jahre"

Lorenz Koraimann, seit 2012 Volleyballprofi, Nationalspieler und aktuell in Italien bei Reggio Emilia unter Vertrag, denkt schon jetzt an die "Zeit danach": "Klar macht man sich Gedanken, vor allem in Phasen, in denen es beispielsweise aufgrund einer Verletzung nicht läuft. Viele Freunde werden jetzt mit dem Studium fertig und beginnen zu arbeiten. Da fragt man sich auch, was man nach der Karriere machen will. Konkrete Pläne habe ich allerdings noch nicht, ich hoffe, ich habe noch ein paar gute Jahre im Leistungssport vor mir."

Sport geht nicht ewig

99ers-Eishockeycrack Clemens Unterweger wappnet sich bereits jetzt für die Zeit nach der Karriere. "Ich weiß, dass es mit dem Sport nicht ewig gehen wird, deswegen absolviere ich nebenbei ein Fernstudium für Sport-Business-Management in Düsseldorf. Dieses Feld interessiert mich einfach, und ich kann aktuell sehr viel in diesem Bereich mitnehmen und dann im Studium anwenden", so der 25-Jährige.

Matura war Pflicht

Ähnlich wie für Unterweger ist auch für den 23-jährigen Sturm-Kicker Marc Schmerböck die "Karriere danach" schon jetzt ein Thema. "Obwohl die Zeichen schon früh Richtung Profifußball gingen, war es mir wichtig, die Matura zu haben. Ich möchte bald mit einem Fernstudium beginnen, um für die Zeit nach dem Kicken gerüstet zu sein", so Schmerböck. In welche Richtung es gehen soll, weiß er noch nicht. "Sonst hätt’ ich schon damit angefangen", grinst der Mittelfeldspieler.

Die Liebe zum Sport

Mit 39 Jahren könnte man von Martin Wiegele glauben, er sei schon sehr nahe an der "Sport-Pension". Aber der Golfprofi ist noch voll motiviert: "Ich versuche, das Karriereende und die Zeit nach dem aktiven Sport noch so gut es geht auszublenden. Viele Golfer spielen bis Mitte oder Ende 40 auf höchstem Niveau, wenn der Körper mitspielt, habe ich noch zehn gute Jahre vor mir." Komplett aus dem Sinn ist das Leben nach der Karriere aber auch bei Wiegele nicht: "Ich möchte auf jeden Fall weiterhin mit diesem Sport zu tun haben. Golfplatzdesign oder eine eigene Golfschule wären sicher Optionen für mich. Für ein Leben ganz ohne Golf ist meine Liebe zu diesem Sport einfach zu groß."

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen