24.08.2016, 08:05 Uhr

Von Underdogs und Titelfavoriten

Lukas Kronheim und seine HIB-Kollegen wollen die Konkurrenz im ersten Bundesligajahr überraschen. (Foto: GEPA)

HIB Handball und die HSG Graz starten mit unterschiedlichen Zielen in die neue Bundesligasaison.

Mit Siegen von Csurgoi KK bei den Männern sowie ZRK Celje im Damenbewerb sind die 20. Steirischen Handballtage am vergangenen Wochenende zu Ende gegangen. Die zum Teil äußerst spannenden und auf einem hohen Niveau geführten Partien haben die Vorfreude auf die neue Spielzeit weiter erhöht. Bereits am Samstag, den 3. September, wird es für die beiden Grazer Vertreter in der zweithöchsten Spielklasse ernst.
Dabei könnte die Ausgangslage für die HSG Graz sowie für HIB Handball Graz nicht unterschiedlicher sein. Während der Liga-Neuling auf den Klassenerhalt schielt, zählt für die Bundesliga-Veteranen der HSG einmal mehr nur der Aufstieg.

Den Aufstieg im Visier

Im Vorjahr war das Team rund um Spielertrainer Ales Pajovic erneut nur einen Sieg vom heißersehnten Meistertitel, der das Ticket für die Handball Liga Austria bedeutet hätte, entfernt. Die Flinte wurde aber nicht ins Korn geworfen, im Gegenteil: Thomas Eichberger und Co blasen zum nächsten Angriff auf Liga eins.
"Es muss das Ziel bleiben, die zweite Liga zu verlassen und aufzusteigen. Dass das alles andere als einfach wird, ist klar", gibt Obmann Michael Schweighofer die Marschroute vor. Mit Absteiger Bärnbach/Köflach sei die Bundesliga stärker geworden, "dazu hat auch St. Pölten aufgerüstet. Viele Hänger dürfen wir uns nicht erlauben!" Seine Mannen sieht der "Boss" vor dem Ligaauftakt zuhause gegen Innsbruck (3. September/19 Uhr) dennoch gerüstet. "Mit Matjaz Borovnik haben wir einen Spieler dazugewonnen, der maßgeblichen Anteil am Aufstieg des HC Bruck in die erste Liga hatte. Ansonsten ist der Kader fast ident mit dem des Vorjahres. Die Testspielergebnisse lassen mich positiv in die Zukunft blicken."

Der Underdog ist heiß

Die einen wollen die Liga also ehestmöglichst verlassen, die anderen sind gekommen, um zu bleiben. Bei HIB Handball war die Freude nach dem erstmaligen Aufstieg in die zweithöchste Spielklasse riesengroß. In vielen Bereichen betreten die Murstädter Neuland, wie Urgestein Georg Rothenburger anführt: "In der Regionalliga war der Grunddurchgang nach sechs Spielen zu Ende, jetzt steigt jedes Wochenende eine Partie. Wir mussten den Kader dahingehend verbreitern."
Die Tests gegen HLA-Clubs wie Leoben und Bruck haben vor der ersten Partie am 3. September in Hollabrunn aber bereits gezeigt, dass das junge Team von Coach Pedro Alvares gut mithalten kann. "Wir sind der Underdog, jeder muss gegen uns gewinnen. Das könnte unsere Chance sein."

C. Hofer
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.