"10 Quadratmeter sind einfach zu wenig!"

20-25 m² sollte ein Uhupärchen in der Voliere Platz haben.
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  • 20-25 m² sollte ein Uhupärchen in der Voliere Platz haben.
  • Foto: Kornschober
  • hochgeladen von Veronika Teubl-Lafer

Gerhard Kornschober ist Projektleiter in der TU Graz und Inhaber des Eulen-Forschungszentrum in Ottendorf. Er fordert Gesetzesänderung für Eulen und Greifvögel.
Österreichweit ist Kornschober der erste, der sich mit diesem Anliegen das Bundesministerium wendet. Kornschober ist zuversichtlich.
Die ersten Gespräche mit dem Bundesministerium in Wien wurden schon geführt und sind recht positiv abgelaufen. "Man hat mir geraten dran zu bleiben, denn es ist ein wichtiges Thema, dem sich aber zuvor noch keiner angenommen hat." Warum für Kornschober das Thema so wichtig ist, ergibt sich aus seiner Arbeit. Derzeit hat er elf Eulen in seinen Volieren in Ottendorf. Dabei setzt er auf genügend Platz.
Laut Verordnung des Bundesministerium liegt das Mindestmaße für Greifvögel und Eulen pro Paar bei 10 m². "Viel zu wenig für ein ausgewachsenes großes Uhu Pärchen", betont Kornschober. "Es gibt aber noch immer Vogelhalter, die sich auch an diese Mindestvorgabe nicht halten. Meist seien das, so Kornschober ungemeldete Vogelbesitzer.

Genügend Platz, ohne Krach

"Mindestens 20-25 m² sollte ein großes Uhu Pärchen haben. Natürlich sollte die Voliere auch nicht zu groß sein, weil die Vögel sich im gestressten Zustand wie zum Beispiel bei einem Feuerwerk das Genick brechen könnten." Das bringt den Vogelforscher bereits auf den zweiten Punkt, der ihm ein wichtiges Anliegen in Sachen Vogelhaltung ist.
Er fordert auch eine Änderung, was das Abfeuern von Feuerwerk. "Feuerwerke haben in den vergangenen Jahren stark zugenommen. Nicht nur zu Silvester wird geschossen, sondern an Hochzeiten und Feiern." Meist fallen diese in die Brutzeit, oder in die Aufzucht von Jungtieren."

Ruhephasen werden gestört

Wie es den Vögeln in der Silvesternacht geht, schildert Kornschober anhand eines Beispiels:"Ahnungslos sitzen die meisten Vogelarten in der Nacht des 31. Dezember jeden Jahres an ihren Schlafplätzen und versuchen, ihre kostbare Energie in der kalten Jahreszeit zu sparen. Und plötzlich geht es los: Etwa eine dreiviertel Stunde lang schießen in ganz Österreich abertausende von Raketen in die Lüfte und explodieren mit einem lauten Knall. Dies hat fatale Folgen für die Vogelwelt, aber auch für den Winterschlaf einiger anderer Tiere.

Auf Feuerwerk verzichten

In den vergangenen Jahren hätte Kornschober mittels Kameras miterlebt wie gestresst die Tiere in der Silvesternacht sind. Nicht nur Eulen seien betroffen, sondern auch andere Wildtiere im Wald. Oft würde es Wochen dauern, bis sich die Tiere wieder beruhigt hätten. "Daher sollte man auf ein Feuerwerk neben den Wäldern verzichten", rät Kornschober und fügt hinzu: "Es wäre schon viel geholfen, wenn man im Gesetz verankert, dass man in gewissen Abständen neben den Wäldern kein Feuerwerk abfeuern darf."
Sein Fazit: "Wer kann, sollte sich das Feuerwerk der Natur zuliebe sparen und das Geld in etwas Schöneres investieren. Zum Beispiel in einem Futterplatz im eigenen Garten."

20-25 m² sollte ein Uhupärchen in der Voliere Platz haben.
Eulenforscher und -halter Gerhard Kornschober ist mit dem Bundesministerium zur Ausweitung des Mindestmaßes von Volieren in der Vogelhaltung  im Gespräch.

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