Lebenshilfe Fürstenfeld
An jedem Tag ein ganz normales Leben

Lebenshilfe-Obmann Alfred Lang (4.v.l.) sowie Geschäftsführer und pädagogischer Leiter Armin Lorenz (3.v.r.) mit Vorstand.
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  • Lebenshilfe-Obmann Alfred Lang (4.v.l.) sowie Geschäftsführer und pädagogischer Leiter Armin Lorenz (3.v.r.) mit Vorstand.
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Mit der Ernennung von Armin Lorenz zum Geschäftsführer der Lebenshilfe Fürstenfeld liegen wirtschaftliche und pädagogische Leitung erstmals in einer Hand. Der Inklusionsgedanke steht für ihn im Vordergrund.

Inklusion ist ein Stück weit gelebte Normalität und gesellschaftliche Verankerung trotz anders sein. Armin Lorenz, neuer Geschäftsführer und pädagogischer Leiter der Lebenshilfe Fürstenfeld, legt großen Wert auf das Miteinander und einen weitgehend normalen Alltag, der die Lebenshilfe-Klienten an Selbstwert und Selbstbewusstsein gewinnen lässt. Als Assistentin der Geschäftsführung steht ihm Sandra Wagner zur Seite - ebenfalls ein Novum im Organigramm der Einrichtung, die in die drei Bereiche Tageswerkstätte, Wohnhaus und Mobile Dienste aufgegliedert ist. Spenden werden benötigt, um Anschaffungen für die Kunden über die Tagsatzfinanzierung laut Steiermärkischem Behindertengesetz hinausgehend zu tätigen. Dazu zählt beispielsweise der "Snoezelenraum", der zur Beruhigung bei Reizüberflutung oder zur Förderung der Wahrnehmung dient.

Ein offenes Haus sein

Insgesamt 47 Mitarbeiter betreuen 18 Kunden stationär sowie 30 Kunden teilstationär, zusätzlich werden 20 Personen über den mobilen Hilfsdienst  betreut. Externe Klienten werden mit einem Bus zur Tageswerkstätte gebracht. "Ich halte es für wichtig, dass sich unsere Kunden sinnvoll beschäftigen können, auch wenn diese Beschäftigung aufgrund ihrer Beeinträchtigung nur auf niederschwelligem Niveau möglich ist", berichtet Armin Lorenz, dass beispielsweise ein Gruppe in Begleitung der Betreuer einmal pro Woche in einem Kooperationsprojekt mit dem Jufa Hotel Fürstenfeld den Zimmer- und Reinigungsservice übernimmt. Um das Haus in der Buchwaldstraße zu öffnen, soll die zur Lebenshilfe gehörende, barrierefreie Urlaubsappartements-Anlage "VISaVIS" samt Betreuungsmöglichkeit durch die Lebenshilfe Fürstenfeld künftig wieder verstärkt beworben werden. Die barrierefreie Urlaubs- und Seminardestination will Lorenz unter dem Motto "Von Menschen mit Beeinträchtigung für Menschen mit Beeinträchtigung" neu organisieren, um die Klienten unter behutsamer Anleitung in weitere Tätigkeitsbereiche miteinzubeziehen. Auch für Abendkurse oder andere gesellschaftliche Treffen soll das "VISaVIS", das über einen großzügigen Seminarraum verfügt, in Zukunft buchbar sein.

Zukunftsklausur

Die großflächige Gartenanlage wird ebenso neu gestaltet wie das Foyer, in dem in der Tageswerkstätte hergestellte Produkte präsentiert werden können. Für die Mitarbeiter soll ein Sozialraum geschaffen werden. "Rücklagen für diese Vorhaben sind vorhanden", berichet der Geschäftsführer. Wertvollste Ressource für Armin Lorenz sind seine Mitarbeiter. Daher will er auch in das soziale Arbeitsumfeld investieren und plant im heurigen Jahr eine Zukunftsklausur. "Ich lege Wert auf die Mitarbeiterpartizipation, eine flache Hierarchie und eine Work-Life-Balance", will er Arbeitsgruppen einrichten. Ziel sei es, Mitarbeiter langfristig im Haus zu halten.

Erhöhter Pflegebedarf

Viele Bewohner und Klienten der Lebenshilfe Fürstenfeld sind über 60, zwei Kunden bereits über 70 Jahre alt. Daher sei auch der Pflegebedarf in der Fürstenfelder Einrichtung, die über weitreichende Kompetenz in der Betreuung von älteren Menschen mit Behinderung verfügt, erhöht. "Wir sind darum bemüht, unsere Kunden solange es möglich ist, bei uns zu versorgen", verweist Armin Lorenz darauf, dass Fachkräfte mit Erfahrung und Konw how in der Altenpflege vor Ort beschäftigt sind.

Lebenshilfe-Obmann Alfred Lang (4.v.l.) sowie Geschäftsführer und pädagogischer Leiter Armin Lorenz (3.v.r.) mit Vorstand.
Klienten bei Erledigungen in der Stadt.

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