06.07.2017, 09:34 Uhr

Junge Wirtschaft fordert bessere Rahmenbedingungen für Jungunternehmer

JW-Bezirksvorsitzender Daniel Rechberger: "Der Beschäftigungsbonus kann nur der Startschuss für nachhaltige Standortpolitik in der heimischen Wirtschaft sein.“ (Foto: Junge Wirtschaft)

Eine Umfrage der Jungen Wirtschaft zeigt: Der Beschäftigungsbonus wird begrüßt, aber Lohnnebenkosten bleiben Generalthema. Der Fachkräftemangel setzt auch Jungunternehmern zu.

Rechtzeitig vor dem Start des Sommers holt die Junge Wirtschaft (JW) die Stimmungslage unter den Jungunternehmerinnen und Jungunternehmern in Österreich ein und setzt den Schwerpunkt dabei gezielt auf aktuelle Themenbereiche wie Lohnnebenkosten, Beschäftigungsbonus und Fachkräfte. Die Umfrage des market-Instituts mit über 800 Befragten brachte dabei vielschichtige Erkenntnisse. „Der Tenor der Jungunternehmer ist eindeutig: Der Beschluss des Beschäftigungsbonus ist ein Signal an die Junge Wirtschaft, die den Bonus seit Jahren fordert. Er stärkt den Standort Österreich nachhaltig und wird noch weitere positive Effekte mit sich bringen", so Bezirksvorsitzender der Jungen Wirtschaft Fürstenfeld Daniel Rechberger.


Fachkräftemangel ist bittere Realität

Die Konjunkturbarometer-Ergebnisse offenbaren aber auch Kritik an der Höhe der Lohnnebenkosten. 63 Prozent empfinden die derzeitige Höhe als stake Belastung. Darüber hinaus ist der Fachkräftemangel für Österreichs Jungunternehmer bittere Realität. Die JW-Umfrage zeigt auf, dass mehr als die Hälfte der Jungunternehmen (57 Prozent) bereits Probleme damit hatte, geeignete Fachkräfte zu finden.
„Nur durch gut ausgebildete Fachkräfte können unsere Betriebe erfolgreich sein und mit der nationalen und internationalen Konkurrenz mithalten. Hier gibt es noch eine Vielzahl an Hausaufgaben, die wir in Österreich zu erledigen haben“, sagt Rechberger.

"Startschuss für nachhaltige Standortpolitik"

Ein Drittel wird die Gelegenheit Beschäftigungsbonus beim Schopf packen
Mit 35 Prozent sagen mehr als ein Drittel der befragten Jungunternehmer, dass sie aufgrund des Beschäftigungsbonus planen, neue Mitarbeiter einzustellen. „Der Beschäftigungsbonus reduziert den Druck bei der Einstellung neuer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Aus diesem Grund muss seine Umsetzung auch so unbürokratisch wie möglich erfolgen“, betont der JW-Bezirksvorsitzende.
Auf Basis dieser Ergebnisse sieht die Junge Wirtschaft klaren Handlungsbedarf: „Die Jungunternehmerinnen und Jungunternehmer sind mit innovativen Ideen die treibende Kraft für den zukünftigen Wirtschaftserfolg Österreichs. Dazu brauchen sie aber die entsprechenden Rahmenbedingungen. Der Beschäftigungsbonus kann daher nur der Startschuss für nachhaltige Standortpolitik in der heimischen Wirtschaft sein.“
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