Light-Version KUNSTSTRASSE IMST 2021
Erlebnis Stadtspaziergang - Schritt für Schritt der Kunst begegnen (mit Video)

Eine Öffnung der 20 geplanten KUNSTSTRASSEN-Galerien war leider nicht mehr möglich. Aber die bespielten Räume und Fenster bieten ausreichend Möglichkeit Kunst wirkungsvoll und auch sicher zu präsentieren.
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  • Eine Öffnung der 20 geplanten KUNSTSTRASSEN-Galerien war leider nicht mehr möglich. Aber die bespielten Räume und Fenster bieten ausreichend Möglichkeit Kunst wirkungsvoll und auch sicher zu präsentieren.
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IMST(alra). Den großen geplanten Veranstaltungsbogen der KUNSTSTRASSE IMST hat der Lockdown zwar verhindert, dennoch war dem Organisationsteam kurzfristig möglich, eine Light-Version des beliebten Events zu planen. Im Rahmen eines Stadtspazierganges erschließt sich ein Weg entlang von Plätzen und Schaufenstern, der Kunst in ihrer Diversität und Ausdruckskraft präsentiert.

Die KUNSTSTRASSE IMST ist seit ihrem Start vor 20 Jahren geprägt vom regen Austausch mit den KünstlerInnen, vom vielfältigen Geschehen in den Galerien und dem dichten Rahmen- und Abendprogramm, das in den vergangenen Jahren Musik, Tanz, Performance, Bodypainting, Multimedia, Schauspiel und Literatur - insgesamt ein sehr breites Spektrum an Kunst und Kultur in die Stadt gebracht hat. Nach einem Jahr Pause war für 2021 das Event mit dem Thema „Brückenschlag – die Kunst der Verbindung“ wieder in voller Planung. Die Umsetzung der Jubiläumsausgabe musste jedoch nach monatelanger Vorarbeit durch das diesjährige Organisationsteam rund um Andrea Bubik-Schöpf und Sarah Plattner durch den aktuellen Lockdown kurzfristig neu auf Schiene gebracht werden. Da Galeriebesuche und Veranstaltungen nicht mehr möglich sind, beschlossen die Verantwortlichen, das Kunstangebot zumindest so weit aufrechtzuerhalten, dass es im Rahmen eines Stadtspaziergangs oder einfach auf den täglichen Wegen entdeckt, betrachtet und erfahren werden kann. Die organisatorische Herausforderung ist gemeinsam mit Kathrin Deisenberger, Leitung Kulturreferat, und den kuratierenden und beratenden Teammitgliedern Stefanie Wolf und Theresa Bubik rechtzeitig bis zum vorgesehenen Eröffnungstermin am 26. November gelungen. Organisatorin Andrea Bubik-Schöpf erklärt: „Von einem umfangreichen Programm mit 20 geöffneten Galerien, Kino, einer würdigen Eröffnungsfeier und 16 Programmpunkten ist nun ein Kunstspaziergang durch Imst übrig geblieben. Die Pandemie hat alles verändert, wir haben alle Möglichkeiten ausgeschöpft. Die Freude am Leben soll trotz alledem nie zu kurz kommen. Wir wünschen allen Besuchern und Besucherinnen einen anregenden Spaziergang durch die Kulturstadt Imst.“

Kulturelle Erkundungstour

Zahlreiche Schaufensterbereiche, ursprünglich geplante Galerieräume, die von außen gut einsehbar sind, zeigen einen repräsentativen Querschnitt der mitwirkenden KünstlerInnen, der sich von Malerei, Grafik, Bildhauerei, Mode und Design bis hin zu Literaturbeiträgen und Film erstreckt. Die geplanten Stationen im öffentlichen Raum, darunter am Stadtplatz das großdimensionale Kunstprojekt „NO HATE“ mit 69 Statements gegen den Hass und „Rosa 21“ im Gedenken an den 150. Geburtstag von Rosa Luxemburg am Würtenbergerhaus konnten wie geplant realisiert werden. Ergänzt wurde noch der Bereich hinter der Johanneskirche mit einer begehbaren Installation zum Thema „Fremd bin ich gekommen“. Es sind einige großzügige Fensterflächen in der Kramergasse bespielt, die den Bildern, Skulpturen sowie Texten und Filmbeiträgen auch von außen betrachtet einen sehr wirkungsvollen Präsentationsrahmen bieten. Die Belebung und auch die positive Veränderung, die durch die Galeriefenster und Schauplätze entsteht, zeigt deutlich die Notwendigkeit von Impulsen durch Kunst und Kreativität im urbanen Raum auf. „Die KUNSTSTRASSE IMST-Light soll im wahrsten Sinne des Wortes die Stadt und die Gemüter erhellen, beleben und Leichtigkeit verschaffen. Von Herzen gern hätten wir jeden Beteiligten und jede Beteiligte vor Ort angetroffen und die KUNSTSTRASSE durch einen Festakt gebührend gefeiert. Der gemeinsame Livemoment fehlt, dennoch lassen wir die Kunst sprechen“, betont Organisatorin Sarah Plattner ihre Intentionen.

Räume und Plätze neu entdecken

Gekennzeichnet sind die Galerieräume und Fenster durch beleuchtete Würfel, die das Logo der KUNSTSTRASSE tragen. Die bereits bekannten Säulen des ursprünglichen Leitsystems signalisieren die öffentlichen Schauplätze. Insgesamt führt die KUNSTSTRASSE vom Stadtplatz über die Schustergasse, weiter durch die Kramergasse bis hin zur Pfarrgasse 34 (ehemaliges Waffengeschäft). Je nach Wunsch und Ausdauer kann der Krippenpfad noch in die Stadtrunde integriert werden. Die ursprüngliche Veranstaltung war bis zum 12. Dezember festgesetzt, für die neue „Light-Variante“ ist eine Präsentation bis 9. Jänner 2022 vorgesehen.
(Das Projekt NO HATE wird bis zum 12. Dezember am Stadtplatz zu sehen sein)

Wichtiges Signal

Die massiven Einschränkungen der letzten knapp zwei Jahre haben vor allem die Kunst- und Kulturveranstaltungen mit voller Wucht getroffen. In diesem Bereich war der Spielraum für Alternativen sehr überschaubar abgesteckt. Die Maßnahmen wurden mit dem Blick nach vorne und vielen kreativen Ideen für einen sicheren Kulturbetrieb durchwegs solidarisch getragen. Dass die KUNSTSTRASSE IMST jetzt einer vollständigen Absage ausweichen konnte und durfte, ist auch ein Signal der Wertschätzung gegenüber allen, die in dieser Branche arbeiten und gegenüber allen für die Kunst eine unumstrittene Bereicherung darstellt. Der Status in der Tiroler Kunst- und Kulturlandschaft, den Imst seit zwei Jahrzehnten nachhaltig durch das Event einnimmt, ist unumstritten, ebenso der belebende Aspekt, der zudem neue Möglichkeiten und versteckte Potenziale im Ort aufzeigt. Der gesellschaftliche Faktor, der von der Kunst und den Menschen, die hinter ihr stehen, als verbindendes und kommunikationsförderndes Gut ausgeht, ist in Zeiten wie diesen noch weitaus bedeutender einzustufen. Der individuell wahrnehmbare „Kunstspaziergang“ durch Imst, der heuer zwar ohne den besonderen Austausch mit den KünstlerInnen stattfindet, bietet auch in dieser Form eine willkommene und wichtige Gelegenheit, neue Impressionen zu gewinnen, sich mit den gezeigten Themen auseinanderzusetzen und der Kunst in Ruhe zu begegnen. Vielleicht ist dies in Zeiten der reduzierten und raren Möglichkeit, Ausstellungen, Konzerte, Lesungen etc. zu erleben auch ein Impuls an die Zukunft und somit daran zu denken, wie wertvoll und erhaltenswert diese kulturellen Begegnungsräume sind.

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