Kinder- und Jugendärzte (ÖGJK)
Empfehlung für Impfung bei Kindern ohne Zwang

INNSBRUCK. Die ÖGJK mit Präsidentin Daniela Karall von der Medizinische Universität Innsbruck, Kinder- und Jugendheilkunde, Universitätsklinik für Pädiatrie, spricht sich für eine Corona-Impfung bei Kindern aus. 

Empfehlung

Die Österreichische Gesellschaft für Kinder- und Jugendheilkunde ÖGKJ spricht sich nach Sichtung der bisher vorliegenden Unterlagen für die COVID-19-Impfung auch in der Altersgruppe 5 bis 11 Jahre aus.

Diese Empfehlung gilt insbesondere bei entsprechender Risikokonstellation. Nach aktueller Datenlage liegt ein positives Nutzen-Risiko-Verhältnis für die COVID-19-Impfung in dieser Altersgruppe vor. Erste praktische Umsetzungen z.B. in den USA und Israel unterstützen diese Einschätzung. Eine weitere laufende Aktualisierung der Daten und Erfahrungen ist verbindlich vorgesehen, sodass bei einer Änderung dieser Einschätzung unverzüglich reagiert und informiert wird. Im Übrigen gilt auch für 5- bis 11-Jährige die gleiche Einschätzung wie für die Altersgruppe der 12- bis 16-Jährigen.

Die ÖGKJ legt Wert auf folgende Feststellungen:
1) Impfungen in dieser Altersgruppe sollen freiwillig bleiben.
2) Der Impfung muss eine adäquate und kindergerechte Aufklärung vorangehen.
3) Kinder sind gemäß der Partizipation so weit einzubeziehen, wie es ihrem Entwicklungsstand entspricht.
4) Ungeimpfte Kinder dieser Altersgruppe sollen in der Teilnahme am öffentlichen Leben nicht benachteiligt werden.

Unterzeichnet wurde die Empfehlung von:
Priv. Doz. Dr. Hans Jürgen Dornbusch, Dr. Florian Götzinger, Dr. Klaus Kapelari, Univ.-Prof. Dr. Daniela Karall, Univ.-Prof. Dr. Reinhold Kerbl, Mag. Dr. Daniela Kohlfürst, Dr. Albrecht Prieler, Priv. Doz. Dr. Sabine Scholl-Bürgi, Assoz.-Prof. PD Dr. Volker Strenger, A.o. Univ. Prof. Dr. Werner Zenz 
Dr. Christoph Zurl, Univ. Prof. Dr. Karl Zwiauer.

Elternbrief

Bereits im August 2021 hat die ÖGJK in einem Elternbrief festgehalten: "Die Österreichische Gesellschaft für Kinder- und Jugendheilkunde (ÖGKJ) hat sich dieser Empfehlung nach reiflicher Überlegung und Sichtung der bisher vorliegenden Daten und wissenschaftlichen Literatur angeschlossen. Somit ist aus unserer Sicht die Impfung auch für 12- bis 15-Jährige zu empfehlen." Begründet wurde dies u. a. mit: "Auch wenn Kinder und Jugendliche wesentlich seltener schwer an COVID-19 erkranken als Erwachsene, kommen auch in dieser Altersgruppe schwere Verläufe vor. Eine Impfung kann mit hoher Wahrscheinlichkeit Ihr Kind vor einem schweren Verlauf und einem notwendigen Spitalsaufenthalt schützen. Dieser „Individualschutz“ ist aus unserer Sicht das wichtigste Argument für eine Impfung – aus derzeitiger Sicht überwiegt der Nutzen ein mögliches Nebenwirkungsrisiko sehr deutlich." Abschließend hat die ÖGJK festgehalten: "Zusammenfassend möchten wir daher nochmals eine Impfempfehlung aussprechen, Sie als Eltern aber keinesfalls zur Impfung drängen. Als Kinder- und Jugendärzt*innen ist es uns besonders wichtig, dass Ihre Bedenken als Eltern und Familien ernst genommen werden und Sie auch Gelegenheit bekommen, diese mit gut informiertem medizinischem Fachpersonal zu besprechen. Zögern Sie daher bitte nicht, Ihren Kinderfacharzt / Ihre Kinderfachärztin, Ihren Hausarzt / Ihre Hausärztin oder sonstige Vertrauensärzt*innen zu kontaktieren."

ÖGJK

Die Öster­reich­ische Ge­sell­schaft für Kinder- und Jugend­heil­kunde ist ein Verein mit über 2.000 Ärztinnen und Ärzte für Kinder- und Jugendheilkunde, sowohl aus dem nieder­gelassenen als auch dem Spitals­bereich. Präsidentin ist A.Univ.-Prof. Dr. Daniela Karall, IBCLC, Medizinische Universität Innsbruck, Department für Kinder- und Jugendheilkunde, Universitätsklinik für Pädiatrie. 

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