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Mobbing ist nicht cool – Schaut hin!

Mobbing hat viele Gesichter. Der Unterschied zwischen streiten und mobben ist die Dauer. Mobbing wird über einen längeren Zeitraum betrieben.
  • Mobbing hat viele Gesichter. Der Unterschied zwischen streiten und mobben ist die Dauer. Mobbing wird über einen längeren Zeitraum betrieben.
  • Foto: MEV
  • hochgeladen von Katja Urthaler (kurt)

Mobbing gab es immer schon, doch heute ist man besser aufgeklärt und auch sensibler im Umgang mit dem Thema geworden. Mittlerweile passiert es auf vielen Kanälen und durch Social Media kann man Hassbotschaften, Beleidigungen und peinliche Fotos sehr schnell einer breiten Masse zugänglich machen.
Vielen ist aber nicht bewusst, dass sie damit – wenn sie über 14 Jahre alt sind – Straftaten begehen, für die sie auch belangt werden können. Seit 01. Jänner 2016 ist Cybermobbing auch offiziell eine Straftat und wurde ins Gesetz eingearbeitet. Strafbar macht sich auch, wer pornografische Bilder von Minderjährigen verbreitet, wie beispielsweise beim Sexting. Wer mobbt, macht sich aber auch in vielerlei anderer Hinsicht strafbar: In diesem Zusammenhang sind Nötigung, Stalking, üble Nachrede, Beleidigung, Sachbeschädigung oder Körperverletzung einige nennenswerte Delikte. Auf schulischer Ebene können die Konsequenzen von einer Suspendierung bis zu einem Rauswurf reichen.
Mobbing kann jedem passieren, egal, in welchem Alter, egal, woher man kommt und egal, wie man aussieht. Niemand kann etwas dafür, dass er gemobbt wird. Der schwierigste Schritt, um den hässlichen Kreislauf der Gemeinheiten zu durchbrechen, ist, sich einzugestehen, dass man Hilfe braucht und sich jemandem anzuvertrauen. Noch immer wird Mobbing zu einem großen Teil von Dritten gemeldet und nicht von den Opfern selbst. Diese schämen sich sehr oft – immer zu Unrecht – und melden es nicht.

Zivilcourage: Seid mutig!

Die Beteiligten in einem Mobbingprozess sind der oder die Täter, das Opfer und die Zuseher. „Hier braucht es Zivilcourage!”, sagt Philipp Bechter. Er ist Fachbereichsleiter der SchuSo (Schulsozialarbeit), die sehr oft mit Fällen von Mobbing zu tun hat. „Keinem geht es gut dabei. Weder dem Opfer, noch dem Täter, noch den Dritten, die nur zusehen. Die Opfer sind verängstigt, wütend oder traurig, die Täter müssen sich jeden Tag neue Gemeinheiten überlegen, sie haben ständig Angst, ihr Gesicht zu verlieren und die Zuschauer sind peinlich berührt oder angewidert und haben oft ein schlechtes Gewissen. Die SchuSobedient sich bei obbing-Fällender konfrontation sowie Reflexion und ist damit sehr erfolgreich. Wichtig ist einfach, dass man sich jemandem anvertraut und sich Hilfe sucht. Das können Eltern, Lehrer, Freunde, Schulpsychologen oder Helfer wie wir sein", sagt Bechter.

Eltern: nicht auf eigene Faust handeln!

„Die Eltern sollten aber auf keinen Fall die Situation selbst in die Hand nehmen und versuchen, das Problem zu lösen. Das geht sehr oft nach hinten los. Wichtig ist, dass alles immer in Absprache mit der Schule passiert, sonst kann man die Situation für das eigene Kind noch verschlimmern”, warnt Bechter vor voreiligen Maßnahmen. Mobbing kann krank machen. Depressionen oder Schulunfähigkeit können die Folge sein. Deshalb: Helft einander, schaut aufeinander und seid tolerant!

Hier hilft man dir

SchuSo - Schulsozialarbeit: www.schulsozialarbeit-tirol.at
Schulpsychologie: www.lsr-t.gv.at/news/schulpsychologie
Kinder- und Jugendanwaltschaft: www.kija.at
oder im Jugendzentrum in deiner Nähe

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