Wölfe in Tirol
Der Wolf kommt zurück – Sind wir vorbereitet?

Die Bundesländer sind auf die Rückkehr des Wolfes nach Österreich kaum vorbereitet.
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TIROL. Kürzlich überprüfte der Naturschutzbund, wie gut das Wolfmanagement in Österreich umgesetzt würde. Dabei kommt der Naturschutzbund zum Schluss: Die Bundesländer sind kaum auf die Rückkehr des Wolfs vorbereitet.

Zahl der Wölfe steigt

Obwohl die Wölfe seit Ende der 1990er Jahre immer wieder durch Österreich ziehen, hat sich zumindest in Tirol kein Wolfsrudel angesiedelt. Jedoch zeigt sich auch deutlich, dass die Zahl der Wölfe laufend zunimmt. Aufgrund der Steigenden Zahl der Wölfe wurde vor sechs Jahren der österreichischen Wolfsmanagementplan ausgearbeitet. Dieser soll ein möglichst konfliktarmes Zusammenleben von Mensch und Wildtieren gewährleisten. Der Wolfmanagementplan wurde unter Beteiligung aller Länder- und Interessenvertreter erstellt.

Tirol ist nur unzureichend vorbereitet

Der Naturschutzbund untersuchte, ob die Bundesländer diesen Managementplan umgesetzt haben. Dabei kommt er zum Ergebnis,dass die Bundesländer – auch Tirol – diesen nur unzureichend umgesetzt haben. Das bedeutet, dass Tirol kaum etwas unternommen hat, um ein konfliktarmes Zusammenleben zwischen Mensch und Wolf  zu gewährleisten. In vielen Fällen wird lediglich nach der Tötung des Wolfs gerufen, die ist aber laut der europäischen Artenschutzrichtlinie verboten und lediglich in Einzelfällen legal. Die drei Säulen des Wolfsmanagments Monitoring, Herdenschutz und Öffentlichkeitsarbeit wurden nicht umgesetzt. Im Bundesländervergleich haben nur Salzburg, Oberösterreich und Vorarlberg etwa die Hälfte der vom Naturschutzbund für die Umsetzung des Wolf-Managementplans zu vergebenden Punkte erreicht.

Bisherige Umsetzung des Wolfsmanagments in Tirol

In Tirol treten seit 2010 immer wieder Wölfe auf. Jedoch ist Tirol immer noch unzureichend auf Wölfe vorbereitet. Beim Monitoring der Wölfe gibt es zwar eine Wolfsbeuaftragte und die Daten werden erhoben. Eine Dialogplattform fehlt jedoch. Im Bereich der Prävention und Informationen für Tierhalter wurde so gut wie nichts unternommen. Im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit hinkt Tirol auch hinterher. Es gibt lediglich eine Internetseite und aktuelle Informationen. Bildungsprojekte und eigene Publikationen fehlen.

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