Panorama
Dramatischer Schwund am Bergisel

Das Panorama am Bergisel verliert dramatisch an Besucherzahlen.
  • Das Panorama am Bergisel verliert dramatisch an Besucherzahlen.
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  • hochgeladen von Georg Herrmann

INNSBRUCK. Die Besucherbilanz der Tiroler Landesmuseum ruft unterschiedliche Gefühle hervor. Das Zeughaus darf sich über eine Steigerung freuen, die Hofkirche erzielt das bisher beste Ergebnis und das Panorama am Bergisel kämpf um jeden Besucher.

Rückgang

Das Panorama am Bergisel entwickelt sich nicht zum gewünschten Publikumsmagneten. Im Eröffnungsjahr 2011 waren 187.000 Besucher auf den Bergisel, im zweiten Jahr waren es 136.000, 2013 kamenf 99.105 ein und 2016 waren es noch 85.478 Besucher. 2019 besuchten nur mehr 68.689 die Heimat des "Mythos Tirol". Im Mittelpunkt des Panorama steht das Innsbrucker Riesenrundgemälde. Das Panoramabild zeigt auf knapp 1.000 m² Fläche in einer 360-Grad-Sicht den Tiroler Freiheitskampf vom 13. August 1809. Außerdem wird die Ausstellung "Schauplatz Tirol“ präsentiert, die mit mitunter auch skurrilen Exponaten Geschichten über die Menschen, ihre Religion, die Natur und Politik in Tirol erzählen. Und das Tirol Panorama ist unterirdisch mit dem Kaiserjägermuseum verbunden. Trotz der Vielfalt entwickeln sich die Besucherzahlen laufend rückläufig, dringender Handlungsbedarf ist gegeben.

Gesamtbilanz

Insgesamt 13 Ausstellungen in fünf Häusern von „Egger-Lienz und Otto Dix“ über „Auf der Kippe“, „Des Kaisers Zeug“ und „(un)natürlich urban“ bis zu „Schönheit vor Weisheit“ sowie zwei exklusiv von regionalen Künstlerinnen – Karin Ferrari und Carmen Brucic – sorgten 342.966 Besucher und somit für ein Plus von fast 11 Prozent.

Hofkirche Spitzenreiter

Das bestbesuchte Haus war traditionell die Hofkirche mit den „Schwarzen Mandern“ und dem Grabmal Kaiser Maximilians I. mit 138.053 Besucherinnen und Besuchern. Darauf folgten DAS TIROL PANORAMA mit Kaiserjägermuseum (68.689 Besucher) mit dem Riesenrundgemälde, das Tiroler Volkskunstmuseum (52.959 Besucher), das Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum (47.153 Besucher) und das Museum im Zeughaus (36.142 Besucher).

Zeughaus mit Plus

Ein besonderes Plus im Vergleich zum Vorjahr verzeichneten das Zeughaus (+ 48,5 %), das Volkskunstmuseum (+ 15,9 %) und die Hofkirche (+13,9 %). "Das Maximilianjahr trug dazu bei, das Zeughaus mit zahlreichen Veranstaltungen und einer eigenen Sonderausstellung zu positionieren“, so Direktor Peter Assmann.

Mehr Dynamik für 2020

Neben den Sonderausstellungen punkteten die Häuser mit den herausragenden Sammlungspräsentationen der Tiroler Landesmuseen, die seit fast 200 Jahren kontinuierlich erweitert werden. Damit die wertvollen Exponate nicht in den Depots verwahrt, sondern den Besuchern präsentiert werden können, wird das Ferdinandeum von nun an dynamischer gestaltet. "Der moderne kunstgeschichtliche Bereich und ein neuer Grafikbereich in der Niederländersammlung sollen bei jedem Besuch für Überraschung sorgen“, verrät Direktor Mag. Dr. Peter Assmann seine Pläne. "Alle vier Monate werden die Exponate ausgetauscht.“ Damit möchte er 2020 einen entsprechenden Mehrwert für Einheimische wie Gäste bieten. Das Museum verlässt so nicht nur seinen statischen Charakter, sondern kann zukünftig auch auf aktuelle Themen besser reagieren. Die erste neue Sammlungspräsentation findet am 23. Jänner 2020 um 17.30 Uhr bei freiem Eintritt statt.

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Autor:

Georg Herrmann aus Innsbruck

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