HÜTTENREPO: Öffi fahren und aufi gehen

Die Schweine leben auch auf der Alm. Gewurstet wird selbst.
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INNSBRUCK. Umweltbewusstsein im breitesten Sinne: Das war die Intention zu der neuen Reportagenserie über Hüttenwanderungen mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Auch sollte es nicht eine der überlaufenen Hütten in der Innsbrucker Umgebung sein. Höttinger, Arzler oder Rumer Alm also gestrichen. Am Ende blieb die Neue Magdeburger Hütte (Bergweg 220), mit der LK-Bushaltestelle "Kranebitter Klammgeist" als Startpunkt, übrig.

Einsam unterwegs
Die Wanderung führt anfangs steil durch den Wald zum Rauschbrunnen, dafür aber durch den angenehmen Schatten. Aufstieg bis zu einer privaten Hütte, wo es links wieder durch die Laubbäume hinuntergeht. Überhaupt: Die Wanderung ist ein ständiges Auf und Ab – anstrengend und lang. Dafür häöt sich meine "Bergheil-Statistik" in Grenzen: Gesichtet wurden zirka 60 Schmetterlinge, eine Gämse und acht Tourengeher. Und das auf einer vierstündigen Wanderung. Die Wanderung ist wegen teils abschüssigem Gelände und ihrer Länge nur für fitte Tourengeher geeignet, die mit Stöcken und guten Bergschuhen ausgerüstet sind. Auch die richtige Kopfbedeckung schadet nicht: Denn wirklich heiß wird es dann bei der Überquerung der Schotterfelder.
"Eigenlob stinkt", sagt Hermann Isser, wenn ich ihn bei der Magdeburger Hütte angekommen, über die Spezialität des Hauses befrage. Ich bleibe beim traditionellen Schweinebraten und bereue es nicht: Er ist der beste, den ich seit meiner Tiroler "Gastrokarriere" gegessen habe (Preis: 12,80). "Wir haben einen Alpenzoo", scherzt er weiter und es stimmt. Zum ersten Mal in meinem Leben traf ich "Fåkn" in Tirol, aber auch Lamas, Pferde, Schafe und Hennen leben hier im Schatten des Solsteins. "Wir stellen viel selbst her, der Rest kommt aus der Region." Die Selbstverständlichkeit mit dem Isser das sagt, ist bewundernswert. Auch kann man hier übernachten: 76 Personen haben Platz.

Ausblick vom Zug
Zurück geht es dann zirka zwei Stunden auf einem Forstweg Richtung Hochzirl. Erschöpft sitze ich im Zug, in der Mittenwaldbahn, und ich bekomme eine letzte Belohnung für die lange Wanderung: Die Aussicht auf das Inntal von weit oben und das Gefühl des Schwebens. Kranebitten, Allerheiligen, Hötting und Hauptbahnhof. Aussteigen kann man dann dort, wo es am nächsten ist.

Autor:

Agnes Czingulszki (acz) aus Innsbruck

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