Illegale Bordelle in Massagestudios
Polizei deckt Zuhälterei in Innsbruck auf
- In Innsbruck deckte das LKA Tirol mehrere mutmaßliche Fälle von illegaler Prostitution und Zuhälterei in Massagestudios auf. (Symbolbild)
- Foto: smarterpix/AndrewLozovyi
- hochgeladen von Thomas Geineder
Seit Jänner 2026 ermittelt das Landeskriminalamt (LKA) Tirol gegen mehrere Verdächtige im Umfeld zweier Innsbrucker Massagestudios. Im Fokus stehen mutmaßliche illegale Prostitution und Zuhälterei. Mehrere Personen sollen in das System involviert gewesen sein.
INNSBRUCK. Das LKA Tirol führt seit Anfang des Jahres Ermittlungen gegen insgesamt drei Betreiberinnen zweier Massagestudios in Innsbruck. Zwei aus Bulgarien stammende Frauen im Alter von 42 und 48 Jahren stehen im Verdacht, eines der Studios als illegales Bordell betrieben zu haben. Laut Ermittlungen sollen die beiden Frauen Sexarbeiterinnen aus dem Ausland nach Innsbruck gebracht und einen erheblichen Teil ihrer Einnahmen einbehalten haben.
Internationale Verflechtungen vermutet
Im Zuge der Untersuchungen gerieten auch weitere Personen ins Visier der Behörden. Ein 80-jähriger Österreicher sowie ein 65-jähriger Spanier sollen laut Verdacht im Auftrag der beiden Bulgarinnen Frauen im Ausland angeworben und an die Einrichtungen vermittelt haben. Auch bei einem zweiten Massagestudio gibt es entsprechende Vorwürfe: Eine 75-jährige Österreicherin steht im Verdacht, dieses ebenfalls als illegales Bordell geführt und den dort tätigen Frauen einen großen Teil ihres Lohnes abgenommen zu haben.
- Die Tatverdächtigen sollen insgesamt 12 Frauen aus dem Ausland nach Innsbruck gebracht haben und ihnen erhebliche Teile ihres Einkommens abgenommen haben.
- Foto: pexels/Wolfgang Weiser
- hochgeladen von Thomas Geineder
Hausdurchsuchungen und Anzeigen
Im Rahmen der Ermittlungen kam es zu gerichtlich angeordneten Hausdurchsuchungen an mehreren Adressen im Stadtgebiet von Innsbruck. Beteiligt waren neben dem LKA Tirol auch Beamte des Stadtpolizeikommandos Innsbruck, das Bundesamt für Fremdenwesen und Asyl sowie die Finanzpolizei. Dabei wurden mehrere Gegenstände sichergestellt, die den bestehenden Tatverdacht untermauern sollen.
Zwölf Frauen betroffen
Insgesamt wurden zwölf Frauen im Alter zwischen 25 und 55 Jahren angezeigt, da sie der illegalen Prostitution nachgegangen sein sollen. Sie stammen aus Afrika, Südamerika und Europa. Ein Teil von ihnen wurde im Zuge der Ermittlungen auch als mögliche Opfer von Zuhälterei einvernommen.
Studio bereits geschlossen
Gegen die beiden Bulgarinnen, die 75-jährige Österreicherin sowie die beiden mutmaßlichen Mittäter aus Österreich und Spanien wird derzeit wegen des Verdachts der Zuhälterei ermittelt. Eines der betroffenen Massagestudios wurde bereits behördlich geschlossen. Sämtliche Beschuldigten wurden auf freiem Fuß angezeigt.
Weitere Polizeimeldungen aus Innsbruck findest du hier.
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