Polizei ermittelt
Verdacht auf Zuhälterei und Gewalt in Innsbruck: Zwei Festnahmen

Die Staatsanwaltschaft Innsbruck ordnete die Festnahme des 27-jährigen Tatverdächtigen an. (Symbolbild) | Foto: Pixabay / Symbolbild
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  • Die Staatsanwaltschaft Innsbruck ordnete die Festnahme des 27-jährigen Tatverdächtigen an. (Symbolbild)
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In Innsbruck hat ein Polizeieinsatz am 9. Juni umfangreiche Ermittlungen wegen des Verdachts auf Zuhälterei, schwere Nötigung und weitere Straftaten ausgelöst. Ein 27-jähriger rumänischer Staatsangehöriger wurde in die Justizanstalt eingeliefert. Auch gegen eine 22-jährige Begleiterin besteht Tatverdacht.

INNSBRUCK. Am frühen Nachmittag des 9. Juni wurden ein 27-jähriger Rumäne und seine 22-jährige Begleiterin im Zuge einer Amtshandlung einer Verkehrsstreife des Stadtpolizeikommandos Innsbruck aufgrund einer Verwaltungsübertretung vorläufig festgenommen.

Im Verlauf der Amtshandlung machte ein Zeuge die Beamtinnen und Beamten darauf aufmerksam, dass gegen den Mann der Verdacht der Zuhälterei bestehen könnte. Zudem wurde der Hinweis gegeben, dass sich zwei Frauen, die möglicherweise zur Prostitution gezwungen würden, in einem nahegelegenen Lokal aufhalten sollen.

Hinweise auf Zwang und „Loverboy-Methode“

Die Polizeikräfte nahmen daraufhin Kontakt zu den beiden betroffenen Frauen auf. Die rumänischen Staatsangehörigen im Alter von jeweils 23 Jahren wurden befragt.

Im Zuge dieser Befragungen erhärtete sich der Verdacht gegen den 27-Jährigen deutlich. Die Frauen gaben an, mittels der sogenannten „Loverboy-Methode“, also durch das Vortäuschen einer Liebesbeziehung, angeworben worden zu sein. Beide hätten anschließend über mehrere Monate hinweg der Prostitution nachgehen müssen.

Laut ihren Aussagen mussten sie zudem sämtliche Einnahmen an den Beschuldigten abführen.

Der Verdacht der Zuhälterei und schweren Nötigung steht im Mittelpunkt der laufenden Untersuchungen. (Symbolbild) | Foto: Ewald Fr_ch - Fotolia / Symbolbild
  • Der Verdacht der Zuhälterei und schweren Nötigung steht im Mittelpunkt der laufenden Untersuchungen. (Symbolbild)
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Drohungen, Gewalt und Angst

Eine der beiden Frauen schilderte darüber hinaus, vom Tatverdächtigen verletzt und bedroht worden zu sein. Sie gab an, große Angst vor ihm zu haben.

Auf Basis dieser Aussagen ordnete die Staatsanwaltschaft Innsbruck am 9. Juni gegen 16.30 Uhr die Festnahme des 27-Jährigen wegen des Verdachts der Zuhälterei sowie der schweren Nötigung an.

Weitere Vorwürfe im Ermittlungsverfahren

Im Zuge der weiteren Ermittlungen erhärteten sich zusätzliche Verdachtsmomente. Dem 27-Jährigen werden nun auch Urkundenunterdrückung, Körperverletzung sowie Sachbeschädigung vorgeworfen.

Gegen die 22-jährige Begleiterin besteht der Verdacht, einen Beitrag zur mutmaßlichen Zuhälterei geleistet und eine der Frauen gefährlich bedroht zu haben.

Der 27-jährige Beschuldigte wurde in weiterer Folge auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Innsbruck in die Justizanstalt eingeliefert. Die Ermittlungen in dem Fall dauern an.

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