VP-Tirol
Kampf gegen Transit auch im Jahr 2021

Mit Beginn des neuen Jahres ist eine neue Verschärfung des Nachtfahrverbotes in Kraft getreten. | Foto: Pixabay/planet_fox (Symbolbild)

TIROL. Der Verkehrssprecher der Tiroler Volkspartei, Florian Riedl, reagiert mit wenig Verständnis auf die neuesten italienischen Angriffe auf das Nachtfahrverbot. Dass Transitlobbyist Paolo Uggé Österreich aufgrund der Tiroler Anti-Transitmaßnahmen den EU-Austritt nahelegt ist für ihn die Spitze des Eisberges.

„Unter dem Deckmantel der Coronakrise soll die EU weichgeklopft und die Tiroler Maßnahmen zur Eindämmung des Transits am bestem komplett vom Tisch gefegt werden. Seit Jahren fordern wir eine Kostengleichheit zwischen Straße und Schiene, den Ausbau der Eisenbahn, die Umsetzung von Verladestellen, eine gerechte Korridormaut und vieles mehr. Stattdessen steigen Jahr für Jahr die LKW- Zahlen. Durch Tirol rollt ein unnötiger Umwegtransit, nur weil der Brenner durch die niedrigen Mauten in Deutschland und Italien so billig ist. Es kann nicht sein, dass die Tirolerinnen und Tiroler, die seit Jahrzehnten unter dem Transitverkehr zu leiden haben, dafür nun erneut den gesundheitspolitischen Preis bezahlen sollen", so Riedl.

Verschärfung des Nachtfahrverbotes

Mit Beginn des neuen Jahres ist eine neue Verschärfung des Nachtfahrverbotes in Kraft getreten. Riedl erklärt, dass diese nicht überraschend kamen und sie keine Ungleichbehandlung der italienischen Frächter darstellen. Für ihn ist trotz Krise wenig von einer Reduzierung des Schwerverkehrs auf den Tiroler Straßen zu spüren. „Nach massiven Steigerungen der LKW-Fahrten über den Brenner in den letzten Jahren, hatte das Krisenjahr 2020 nur einen minimalen Rückgang zur Folge. Nach der Wirtschaftskrise 2009 fuhren 1,6 Mio. LKW über den Brenner, heute sind es über 2,3 Mio. Das sind mehr LKW-Fahrten, als auf den Schweizerischen und Französischen Alpenübergänge zusammen. Solange sich hier keine Trendwende abzeichnet, kann und wird Tirol nicht von seiner harten Anti-Transitlinie abweichen“, so Riedl abschließend.

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