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FiT – Frauen in Technik
„Frau“ muss sich einfach trauen

(Anmerkung: Bericht vom 19.10.2016) Chef Alexander Kern ist mit Sabrina Maccani sehr zufrieden: „Sie packt kräftig mit an!“
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  • (Anmerkung: Bericht vom 19.10.2016) Chef Alexander Kern ist mit Sabrina Maccani sehr zufrieden: „Sie packt kräftig mit an!“
  • Foto: Ranalter
  • hochgeladen von Laura Sternagel

INNSBRUCK. Vom Büro zum Metallbau: Sabrina Maccani hat es mit Hilfe des „FiT“-Programms vom AMS gewagt.

Bericht vom 19. Oktober 2016:

Mit vollster Konzentration schweißt die 26-jährige Sabrina Maccani die Teile im Metallbau Center in Innsbruck zusammen. Man sieht ihr richtig an, wie viel Spaß sie bei der Arbeit hat. Doch das war nicht immer so: Ihr früherer Beruf als Bürokauffrau machte ihr einfach keinen Spaß mehr.
Mit Hilfe des „FiT“-Programms des AMS Tirol, das Frauen in Handwerk und Technik fördert, wagte sie den Schritt in die Lehre zur Metallbauarbeiterin – und hat jetzt genau das gefunden, was sie erfüllt: „Vom ersten Moment an habe ich gewusst, dass das genau das ist, was ich machen will und was mir Spaß macht! Man muss sich einfach trauen.“

Interesse für das Handwerk

Weil sie sich in ihrem vorherigen Beruf überhaupt nicht mehr wohl gefühlt hat, wendete sich Sabrina Maccani ans AMS. Dort wurde sie auf das „FiT“-Programm hingewiesen, das von „ibis acam“ im Auftrag des AMS durchgeführt wird. Da sie sich schon seit ihrer Kindheit fürs Handwerk interessiert hat, begann sie mit dem Programm. Sie muss jedoch zugeben: „Am Anfang machte ich mir schon meine Gedanken, ob ich in diesen Berufen, in denen überwiegend Männer arbeiten, überhaupt respektiert und ernst genommen werde.“ Doch diese Zweifel wurden ausgeräumt, als sie im Zuge eines Workshops des „FiT“-Programmes im Metallbau Center Innsbruck arbeitete. Wenig später fing sie dort auch ihre Lehre an: „Bohren, flexen, schleifen, schweißen – es gefällt mir einfach alles! Der Hauptgrund, warum mir die Arbeit aber so gefällt, ist, dass man etwas baut und man sieht am Ende das Ergebnis.“ Natürlich darf auch das gute Arbeitsklima nicht fehlen. Sabrina: „Wir haben immer viel Spaß beim Arbeiten. Ich fühle mich von meinen Kollegen respektiert. Sie geben mir überhaupt nicht das Gefühl, dass ich als Frau in einem technischen Beruf fehl am Platz wäre.“

Alle profitieren

Alexander Kern, Leiter des Metallbau Centers Innsbruck: „Wir sind mit Sabrina sehr zufrieden. Sie packt kräftig mit an! Ich würde auf jeden Fall jeder Frau empfehlen, beim ‘FiT‘-Programm des AMS mitzumachen.“ Für Margit Witsch, die beim AMS für das „FiT“-Programm in den Bezirken Innsbruck-Stadt und -Land zuständig ist, gibt es viele Gründe, sich für einen technischen Beruf zu entscheiden: „In den technischen Berufen ist der Arbeitsmarkt und auch die Nachfrage nach Arbeitskräften bzw. Fachkräften größer. Außerdem ist die Entlohnung höher, was die Einkommensschere zwischen Männern und Frauen verringert.“ Auch die Tätigkeitsfelder in handwerklichen Berufen haben sich sehr verändert: Es steht nicht mehr ausschließlich die körperliche Kraft im Vordergrund, sondern es sind vermehrt auch soziale Kompetenzen gefragt. Frauen, die eine neue Ausbildung im technischen Bereich absolvieren wollen, bekommen Unterstützung durch das AMS. Margit Witsch: „Sie erhalten neben einer finanziellen Unterstützung auch Coaching und Lernunterstützung. Sabrina Maccani freut sich nach dem Abschluss ihrer Lehre auf weitere, spannende Herausforderungen.

„FiT“ – Frauen in Handwerk und Technik

Was bietet „FIT“?
Die Frauen erhalten zum Einstieg einen Überblick über neue Berufsfelder und Anforderungen des Arbeitsmarktes und erarbeitetn einen individuellen Ausbildungsplan. Im Rahmen von Praktika und Exkursionen erfahren sie konkret, wie der Arbeitsalltag aussieht. Zielgruppe sind arbeitslose Mädchen und Frauen.

Vorbereitung auf den Beruf
In der „FiT-Basisqualifizierung“ werden Frauen gezielt auf ihre folgende Ausbildung vorbereitet: fachlich (mit Mathematik- und Physikeinheiten), praktisch (durch Workshops) und auch in Sachen Kommunikation. Der Kurs dauert rund 13 Wochen – ein Praktikum ist bereits inkludiert – und man schließt mit einem Karriereplan ab.

Ausbildung
Dann steigen die Frauen in die Ausbildung (Lehre, Schule, Bachelorstudium an einer technischen FH ...) ein und absolvieren eine solide Berufsausbildung. Auch während dieser Zeit werden sie von ExpertInnen begleitet und erhalten bei Bedarf laufend Unterstützung. Das AMS fördert die Ausbildung vom Vorbereitungsgang bis zum Ausbildungsabschluss.

AMS Tirol
Weitere Informationen zu FiT

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Schweißen, löten, schleifen: Sabrina gefällt die Abwechslung in ihrem neuen Beruf als Metallbearbeiterin.

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