02.09.2016, 08:16 Uhr

Von Sautens nach Maria Schnee und retour

Sautens am Eingang des Ötztales ist ein schöner Ausgangsort für eine abwechslungsreiche und an Sehenswürdigkeiten reiche Wanderung taleinwärts
Eine Rundwanderung im vorderen Ötztal hat viel Sehenswertes zu bieten. Dazu gehören beispielsweise zwei Seen, ein alter Eiskeller, ein Glockengießerhaus und eine Wallfahrtskapelle inmitten einer sagenhaft schönen Natur

Von Sautens aus geht es vorbei an der Pfarrkirche aufwärts in den Wald und durch eine faszinierende Bergsturzlandschaft bis zum Aussichtsplatz Seejöchl hoch über dem beliebten Piburger See. Dieser lädt mit angenehmen Wassertemperaturen von bis zu 25 Grad und einer kleinen Badeanstalt zum Schwimmen ein.
Auf Betreiben seines einstigen Besitzers Meinhard von Pfaundler (1872-1947) ist das bis zu 45m tiefe Badeparadies seit 1929 als Naturdenkmal ausgewiesen. Das Gewässer mit den zum großen Teil unterirdischen Zuflüssen kann auf einem schön angelegten Weg umwandert und damit von allen Seiten bewundert werden.

Hat man den Blick von der Plattform hinunter auf den See ausgiebig genossen, geht es durch den von moosüberwachsenen Felsblöcken geprägten Wald mit Blick auf den nördlichsten Dreitausender Tirols, den Acherkogel, und die beeindruckend geformte Habicher Wand weiter taleinwärts bis zum Oetzer Ortsteil Habichen.
Dort lohnt ein Abstecher zum freskengeschmückten "Heidenhaus", in welchem im 16.Jahrhundert von einem gewissen Bartlmä Grassmayr die bis heute in Innsbruck bestehende Glockengießerei Grassmayr gegründet wurde.

Ganz in der Nähe befindet sich nicht nur ein malerischer kleiner See sondern seit gut 15 Jahren auch wieder ein Eiskeller von jener Art, die aufgrund der Gegebenheiten, nämlich der zwischen den Felsen weit in die Tiefe reichenden Spalten, in dieser Region bis weit ins vergangene Jahrhundert hinein gebräuchlich war.

Vom Habicher See führt der Weg weiter ins Ötztal hinein und dabei durch mehrere Weiler der Gemeinde Umhausen bis zur weithin sichtbar auf einer Wiese stehenden Kapelle Maria Schnee, die im Jahr 1797 an diesem Platz errichtet wurde.
Bis heute werden zu dieser schönen Andachtsstätte Wallfahrten durchgeführt, die Kapelle ist aber allein schon wegen ihrer herrlichen Rokokoausstattung einen Besuch wert.

Zum Ort Umhausen wäre es von Maria Schnee aus nur mehr ein kurzer Spaziergang und man könnte von dort bequem per Bus zum Ausgangsort in Sautens zurückkehren.

Wer aber Lust hat, noch mehr von der herrlichen Gegend zu sehen, kann von der Wallfahrtskapelle aus wieder nordwärts wandern und dabei am Wegrand die gewaltige, senkrecht aufragende Engelswand bestaunen, um die sich viele Sagen ranken und die heute vor allem bei Sportlern wegen ihres großen Klettergartens berühmt ist.

Auf dem Rückweg streift man noch einmal die Weiler Tumpen und Habichen und erreicht dann auf dem Weg entlang der Ötztaler Ache den Ort Oetz, der nicht zuletzt wegen seiner hochgelegenen Pfarrkirche, dem Turmmuseum und vielen denkmalgeschützten Häusern sehenswert ist.

Von Oetz aus geht man dann noch gut dreißig Minuten bis zurück nach Sautens, wo man nach etwa sechs Stunden Wanderung wieder am Ausgangspunkt ankommt- reich an vielfältigen Eindrücken und unzähligen Fotos...
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Doris Schweiger aus Amstetten | 02.09.2016 | 09:59   Melden
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Ferdinand Reindl aus Braunau | 02.09.2016 | 10:48   Melden
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Fritz Neuhauser aus Innsbruck | 02.09.2016 | 12:04   Melden
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Fritz Neuhauser aus Innsbruck | 02.09.2016 | 12:04   Melden
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Petra Happacher aus Innsbruck | 06.09.2016 | 19:45   Melden
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