20.03.2017, 09:39 Uhr

Albina - erster grenzüberschreitender Lawinenwarndienst

LH Günther Platter (li.) im Gespräch mit den Leitern der Lawinenwarndienste Tirol und Trentino, Rudi Mair (re.) und Alberto Trenti (Mitte). (Foto: Land Tirol/Ibele)

Mit der Skitourensaison 2017/18 wird Albina, der Lawinenwarndienst der Euregio an den Start gehen. Grenzüberschreitend und täglich wird über die Wetter- und Lawinensituation berichtet.

TIROL. Kürzlich kam es zu einer Kick-Off-Sitzung mit Landeshauptmann Günther Platter und den drei Lawinenwarndiensten der Europaregion Tirol-Südtirol-Trentino. Gemeinsames Ziel ist ein gemeinsamer Lawinenlagebericht.

Lawinenlagebericht - Albina

Immer mehr Menschen nützen die Bergwelt der Euregio in ihrer Freizeit. Aufgrund von fehlendem Wissen über die Lawinen- und die Wettersituation kommt es häufig zu gefährlichen Situationen, so Landeshauptmann Günther Platter. Aus diesem Grund ist ein gemeinsamer Lawinenlagebericht unter dem Projektnamen "Albina" geplant. Dieser soll täglich und in mehreren Sprachen erscheinen. „Mit diesem innovativen Projekt entsteht erstmals weltweit ein grenzüberschreitender, täglicher Lawinenlagebericht.“, sagt Günther Platter.

Vernetzung der Lawinenwarndienste

Schon in der kommenden Wintersaison wird es die ersten regelmäßigen Informationen geben. Das Projekt soll dann im Jahr darauf fertig gestellt werden. Am Projekt beteiligt sind die Lawinenwarndienste der drei Euregio-Gebiete. Koordiniert wird das Projekt im Büro der Europaregion. Am Projekt beteiligt ist auch die Universität Wien mit dem Institut für Geographie und Regionalforschung. Mit dem Projekt sollen die Lawinenwarndienste der Euregio Tirol-Südtirol-Trentino mit einander vernetzt werden.

Kosten von Albina

Die Kosten für das Projekt belaufen sich bei rund 915.000 Euro. Gefördert wird das Projekt mit 676.000 Euro durch Interreg-Förderungen. „Ein gemeinsamer Lawinenlagebericht stellt einen deutlichen Mehrwert für die Bevölkerung sowie für Gäste unserer Länder dar. Das Projekt ist ein Paradebeispiel dafür, wie sich die Europaregion im Sinne der Menschen vernetzt“, so Günther Platter.

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