31.08.2016, 10:23 Uhr

Europa der Regionen stärken: Junge Volkspartei setzt auf intensive Zusammenarbeit mit Südtirol

Die Zusammenarbeit der Jungen Volkspartei mit der Jungen Generation der Südtiroler Volkspartei stärken wollen v.l. JVP-Landesobmann Dominik Schrott, JVP-Bundesobmann Sebastian Kurz und JG-Obmann Rene Tumler.

Die Bundesleitung der Jungen Volkspartei beschloss in Alpbach einstimmig, die Zusammenarbeit mit Südtirol weiter auszubauen. Anlass ist das 70-jährige Bestehen des Gruber-De Gasperi Abkommens.

„Mit diesem einstimmigen Beschluss wollen wir als Junge Volkspartei unser europapolitisches Bekenntnis verstärken und ein zukunftsweisendes Signal für die Zusammenarbeit in einem Europa der Regionen setzen“, betont JVP-Bundesobmann Sebastian Kurz im Zuge der JVP-Bundesleitungssitzung in Alpbach. JVP-Landesobmann Dominik Schrott ergänzt: „Die gemeinsame Zusammenarbeit ist insbesondere in der Europaregion Tirol ein in allen Landesteilen verinnerlichtes Selbstverständnis. Die Junge Volkspartei will mit diesem Beschluss österreichweit dieses Selbstverständnis unterstreichen.“

Nach der Teilung des Landes Tirol als Folge des Ersten Weltkrieges hat später die Unterzeichnung des „Gruber-De-Gasperi-Abkommens“ vor 70 Jahren den Grundstein für die besondere rechtliche, politische und kulturelle Stellung Südtirols innerhalb Italiens und der damit verbundenen Autonomie gelegt. „Die Ausgestaltung der Autonomie in Südtirol hat heute international Modellfunktion“, so Rene Tumler, Landesobmann der Jungen Generation der Südtiroler Volkspartei: „Für das Land Südtirol ist insbesondere die Zusammenarbeit mit dem Bundesland Tirol und der Republik Österreich, aber auch der gemeinsame Weg in Europa essentiell.“

„Die Stärkung der Beziehungen, die Aufrechterhaltung der Schutzfunktion der Republik Österreich, die Weiterentwicklung der Autonomie Südtirols und die Zusammenarbeit in der Europaregion Tirol sind für die Junge ÖVP langjährige zentrale Anliegen. Anlässlich dieses Jubiläums möchten wir den freundschaftlichen Beziehungen zwischen Österreich und Südtirol besonderen Ausdruck verleihen. Die Verbundenheit zwischen der Jungen ÖVP und der Jungen Generation der Südtiroler Volkspartei soll weiter vertieft werden und dazu beitragen, die politische Zusammenarbeit auf regionaler und europäischer Ebene weiter auszubauen und die in der Tiroler Landesverfassung festgeschriebene geistige und kulturelle Einheit des ganzen Landes Tirol zu stärken“, betont Schrott.

Das „Gruber-De Gasperi-Abkommen“, bildet seit 1946 die Basis für die Minderheitenschutzverpflichtungen Italiens in Südtirol. Diese wurden vor allem durch das „Zweite Autonomiestatut“ (1972) ausgebaut und erweitert, nachdem die Österreichische Bundesregierung in Ausübung ihrer Schutzfunktion die bis dahin unbefriedigende Erfüllung des Abkommens bei den Vereinten Nationen thematisierte und die Südtirolproblematik internationalisierte.

Ein föderal und subsidiär organisiertes Europa der Regionen ist für die Junge Volkspartei der richtige Europäische Weg. „Als Junge Volkspartei wollen für dieses Ziel gemeinsam arbeiten“, so Schrott abschließend.
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