Mehr als 50.000 Zuschauer jubelten beim Abfahrts-Spektakel
Glückseligkeit nach Streif-Doppelsieg

Die absolute Weltspitze setzte sich auf der Streif durch: Matthias Mayer (rechts; Nr. 13) vor den zeitgleichen Zweitplatzierten Vincent Kriechmayr und Beat Feuz (SUI)
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  • Die absolute Weltspitze setzte sich auf der Streif durch: Matthias Mayer (rechts; Nr. 13) vor den zeitgleichen Zweitplatzierten Vincent Kriechmayr und Beat Feuz (SUI)
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Österreichischer Doppelsieg in Kitzbühel-Abfahrt; Mayer siegt, Feuz zeitgleich mit Kriechmayr.
KITZBÜHEL (han). Endlich! Der Kärntner Matthias Mayer sorgte für den ersten rot-weiß-roten Heimerfolg in der Kitzbühel-Abfahrt seit Hannes Reichelt 2014 und triumphierte vor dem Oberösterreicher Vincent Kriechmayr und dem zeitgleichen Saison-Dominator Beat Feuz aus der Schweiz.

"Es ist das Rennen aller Rennen. Es ist nicht nur der Traum jeden österreichischen Sportlers sondern auch der Traum eines jeden Abfahrers weltweit, hier in Kitzbühel zu gewinnen", strahlte Sieger Mayer, nachdem er bereits am Vortag mit Platz 2 im Super-G am Podest stand.
Es waren die Klänge des AC/DC-Hits "Highway to hell", mit denen Mayer ins Rennen startete. Was folgte war ein Höllenritt. Mit 142 km/h war er im Zielschuss der Schnellste. Die Zielarena brodelte und wurde zum Hexenkessel, als Mayer die Bestzeit des bis dahin zeitgleich führenden Duos Vincent Kriechmayer und Beat Feuz um 22 Hundertstel, umgerechnet 6,30 Meter, unterbot.

Ein Triumph, dem Mitfavorit Beat Feuz (SUI) noch nachjagt. „Kitzbühel ist kein Wunschkonzert. Da muss man viel riskieren. Der Steilhang war heute nicht so, wie ich es mir vorgestellt habe, da hat mein Instinkt versagt“, so der zweifache Saisonsieger (Wengen, Beaver Creek), der in allen Weltcup-Abfahrten des Winters am Podest stand und zum vierten Mal Platz zwei in Kitzbühel belegte.

Sturz, Podest

Vincent Kriechmayr war im Abschlusstraining gestürzt. Zwei Tage danach schaffte der 28-jährige Oberösterreicher sein erster Podestplatz auf der Streif. "Es war ein fantastischer Lauf. Ich bin sehr zufrieden".

Bester Deutscher war ein Tiroler. Romed Baumann, der Pillerseetal-Export aus Hochfilzen, feierte mit Platz 7 seine beste Weltcup-Platzierung als DSV-Läufer. Thomas Dressen, Abfahrtssieger 2018 auf der Streif, blieb als 26. (+1,91) deutlich hinter den Erwartungen.

Triumph und Tragödie lagen auch heuer nah beeinander. Der vierfache Kitzbühel-Sieger und Titelverteidiger Dominik Paris verletzte sich einen Tag vor dem ersten Abfahrtstraining beim Training in Kirchberg. Mit fatalen Folgen. Diagnose: Kreuzbandriss. Die Saison des Südtirolers ist damit beendet.

Für Streif-Statistiker: Der Erfolg von Matthias Mayer war der 44. Abfahrtssieg eines Österreichers seit 1931. 20 Mal gab es einen Schweizer Sieg, sechs Mal triumphierte Frankreich, fünf Mal Italien, vier Mal Norwegen, Kanada und Deutschland, zweimal die USA sowie einmal Luxemburg.
Den Streckenrekord hält seit 1997 der Kärntner Fritz „The Cat“ Strobl. Der spätere Abfahrts-Olympiasieger triumphierte damals mit der bislang nie unterbotenen Siegerzeit von 01:51,58.

Ergebnisse Weltcup Abfahrt Kitzbühel, 25.1.2020:
1. Matthias Mayer (AUT) 1:55:59
2. Vincent Kriechmayr (AUT) und Beat Feuz (SUI) +0,22
4. Johan Clarey (FRA) +0,27
5. Maxence Muzaton (FRA) +0,31
6. Kjetil Jansrud (NOR) +0,67
7. Romed Baumann (GER) +0,83
8. Bryce Bennett ((USA) +0,89
9. Aleksander Aamodt Kilde (NOR) +0,90
10. Carlo Janka (SUI) +0,93
Weiters:
15. Max Franz (AUT) +1,07
17. Daniel Danklmaier (AUT) +1,34
20. Christian Walder (AUT) +1,58
32. Stefan Babinsky (AUT) +2,40
37. Johannes Kröll (AUT) +2,84
Ausgeschieden (u. a.): Otmar Striedinger (AUT)

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Fotos: Habison, Kogler, Niedrist

Autor:

Gerald Habison aus Kitzbühel

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