Klima & Umwelt
Arche Neo mit Co2-neutraler Klimastrategie

Horst Wendling freut sich über die Urkunde von Fokus Zukunft. Im Bild: Erwin Thoma, Peter Frieß, Horst Wendling und Bgm. Johann Schweigkofler (v. li.).
  • Horst Wendling freut sich über die Urkunde von Fokus Zukunft. Im Bild: Erwin Thoma, Peter Frieß, Horst Wendling und Bgm. Johann Schweigkofler (v. li.).
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Für Kompensation der Treibhausgase erhielt ArcheNeo die Auszeichnung "klimaneutrales Gebäude".

OBERNDORF (jos). "In 41 Minuten wächst das Baumaterial der Arche Neo in den österreichischen Wäldern nach." Mit dieser Information verblüffte Horst Wendling, Gründer und Betreiber des ArcheNeo-Gebäudes in Oberndorf, bei der kürzlich abgehaltenen Pressekonferenz zur Co2-neutralen Klimastrategie des Gebäudes.
Zum Gespräch kamen auch Erwin Thoma, Erfinder von ThomaHolz 100, Peter Frieß von Fokus Zukunft und Bgm. Johann Schweigkofler.

Am Anfang war die Idee

Am 3. Mai 2010 ging der offizielle Spatenstich des modernen Gebäudes in Szene. Doch schon vorher machte sich Wendling Gedanken über eine klimaneutrale Version der ArcheNeo, welche politisch für Kontroversen sorgte. Schweigkofler zeigte sich jedoch von Beginn an begeistert und erinnert sich: "Oberndorf war die zweite Klimabündnisgemeinde im Bezirk Kitzbühel. Seit 1994 beheizen wir das Schwimmbad nur noch mit Kollektoren. Auch auf der Schule wurde eine Photovoltaik-Anlage angebracht. Die ArcheNeo passt also gut in unser Konzept. Außerdem ist sie ein Arbeitsplatz für viele Menschen, das kommt uns in Form der Kommunalsteuer in Höhe von 70.000 Euro zugute."
Lt. Schweigkofler wurde das Projekt auch für seine Höhe kritisiert; er meint dazu: "Wir müssen in Zukunft noch höher hinaus".

Nachhaltig & klimaneutral

Für die Holzbauweise der ArcheNeo zeichnet Thoma verantwortlich. Rund 2.500 m3 Holz wurden verbaut. Anstelle des umweltschädlichen und giftigen Leims wurden Buchendübel verwendet. 1.300 m2 Photovoltaik-Paneele wurden am Dach installiert. Zusätzlich wird das Gebäude mit Wärmepumpen beheizt. Dafür wurden 14 Bohrungen durchgeführt. Die ArcheNeo wird im Sommer nicht durch Klimaanlagen gekühlt, sondern belüftet. "Durch die erneuerbare Energie und die Holzkonstruktion ist das Gebäude nicht nur nachhaltig, sondern auch Co2-neutral", weiß Frieß.

"Zementzeitalter muss beendet werden"

Ein Grund, warum man sich für die Holzkonstruktion entschied, war, dass die Zementproduktion ein Hauptverantwortlicher für den Klimawandel ist, da bei der Produktion eine immense Menge an Co2 entsteht. "Ohne Veränderung in der Bauwirtschaft sind die Maßnahmen wirklungslos", so Thoma.

Fakten

  • Die Energiekosten des Gebäudes belaufen sich auf 0 Euro, die Betriebskosten liegen unter einem Euro/m2 und liegen somit unter dem Österreichschnitt (2,50 €/m2).
  • 4.600 m2 Büroflächen dienen als Arbeitsplatz für 42 Betriebe und 100 Mitarbeiter.
  • Die Tiefgarage bietet Abstellplätze für 100 Pkw.
  • Für die Kompensation der Treibhausgase erhielt die ArcheNeo die Auszeichnung "klimaneutrales Gebäude".

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