TVB Brixental - Umfrage
Missstimmung bei Brixentaler Touristikern

Licht und Schatten. In Kirchberg deutet sich bereits ein Wahlkampf der Touristiker an.
  • Licht und Schatten. In Kirchberg deutet sich bereits ein Wahlkampf der Touristiker an.
  • Foto: Archiv
  • hochgeladen von Klaus Kogler

"Dirty Campaigning" oder nicht? TVB Brixental im Clinch mit einer Steindl-Initiative.
BRIXENTAL, KIRCHBERG (niko). Eine Umfrage, beauftragt von der "Initiative Tourismus Kitzbüheler Alpen Brixental", sorgt für gehörige Missstimmung bei den Touristikern im Brixental. TVB-Obmann Alexander Aigner bewertet diese als "Dirty Campaigning", Hotelier und TVB-Aufsichtsrat Willi Steindl (von den Umfrage-Auftraggebern) sieht das gänzlich anders.

Bei der Telefon-Umfrage (mittlerweile beendet, durchgeführt vom market-Institut Linz, Anm.) wurden TVB-Mitglieder befragt; mehrere Fragestellungen rückt Aigner in die Nähe einer "Schmutzkampagne und Meinungsmache". So wurde etwa gefragt, ob man wisse, dass für das Winter Woodstock keine Ausfallversicherung abgeschlossen wurde und dem Verband hohe Kosten (220.000 €) entstanden seien. "Eine Versicherung hätte Pandemie-bedingt sowieso nicht bezahlt. Außerdem sind die entstandenen Kosten noch nicht am Tisch, jedenfalls nicht in Höhe der genannten Summe", so Aigner.
In der Umfrage sei auch der Eindruck erweckt worden, als sei diese vom TVB selbst durchgeführt bzw. beauftragt worden, so Aigner.

Wahl beeinflussen?

"Mit der Vorgangsweise dieser Initiative will man unpassenderweise die TVB-Wahlen (voraussichtlich im Spätherbst, Anm.) beeinflussen; das passt nicht, wir arbeiten alle ehrenamtlich, das hat auch Gerhard Föger (Leiter Tourismusabteilung des Landes) bestätigt. Ein Berater von Steindl ist bekannt dafür, Schmutzkampagnen zu machen und diese Umfrage entspricht ganz dem Strickmuster des Dirty Campaigning; Steindl hat das doch nicht nötig, er sitzt  im Aufsichtsrat und kann sich in dieser Funktion einbringen. Warum er mit der Brechstange agiert, ist nicht zu erklären, das gab es noch nie", so Aigner. Der Obmann ortet eine "als Umfrage getarnte Beeinflussung der Mitglieder und eine Stimmungsmache gegen die Arbeit der TVB-Funktionäre."

"Wir wollen keinen Konflikt, wir brauchen Konsens und ich hoffe, wir können uns das noch ausdiskutieren, bevor das Ganze weiter eskaliert. Eine Umfrage wäre OK, aber nicht eine solche Stimmungsmache", so der Obmann.

Kritik nicht nachvollziehbar

Für Willi Steindl ging es bei der Umfrage um die Stärkung der Betriebe in der Region und die Verbesserung der Arbeit des Tourismusverbandes. "Unsere Initiative hat die Umfrage beauftragt und wir wollten dabei nachfragen, wo Handlungsbedarf besteht. Die Ergebnisse sollen in den Gemeinden präsentiert und diskutiert werden; die Betreibe bzw. TVB-Mitglieder sollen ihre Ideen und Verbesserungsvorschläge einbringen können. Die TVB-Kritik an der Umfrage kann ich nicht nachvollziehen, Dirty Campaigning ist das schon gar nicht. Im Gegenteil. Es ist wichtig, das Ohr bei den Betroffenen zu haben, ihre Meinungen zu hören und Anregungen umzusetzen. Gerade in der Corona-Krise war das seitens des TVB nicht der Fall, die Unzufriedenheit bei vielen ist groß. Da gibt es dringenden Handlungsbedarf", so Steindl.
Die Initiative ist während des Lockdowns entstanden als offene Plattform für alle, die sich für die touristische Zukunft im Brixental engagieren möchten, so der Kirchberger Touristiker.

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