Deponie-Projekt in Hopfgarten
Nein zu Deponie-Zwischenlager in Penningberg
- Foto: Eberharter
- hochgeladen von Klaus Kogler
Am Dienstag (16. 6.) machten über 100 Anrainer des geplanten Deponie-Zwischenlagers am Penningberg/Hopfgarten ihren Unmut kund. Fa. Wieser nahm zum Projekt Stellung.
HOPFGARTEN. Wie von MeinBezirk berichtet plant die Fa. Erdbau Wieser GmbH am Penningberg ein Zwischenlager für Aushub- und Abbruchmaterial (Anlieferung, Lagerung, Aufbereitung, Abtransport).
Die Anrainer erfuhren eher durch Zufall (Aushang der Gemeinde, Anm.) von den Plänen. Anrainer Andreas Fuchs erklärt, dass es bereits eine mündliche Verhandlung gegeben habe und beklagt, dass sich die Gemeinde Hopfgarten nicht für ein klares Nein ausgesprochen habe (Gemeinden haben in solchen behördlichen Verfahren nur ein Recht zur Stellungnahme, Anm. d. Red.).
Über 100 Anrainer trafen sich am Dienstag vor Ort; auch politische Vertreter waren dabei.
Die Anrainer äußerten schwere Bedenken gegen das Projekt: Beeinträchtigungen für das Wohngebiet und Bauerwartungsland und für den Leamwirt durch zu erwartenden Mehrverkehr, Lärm und Staub. Hinterfragt wurde auch, wie das betreffende Waldstück (das gerodet werden soll, Anm.) in den Besitz des Wieser-Geschäftsführers kam. Sichtbar ist bereits, dass entlang des Weges etliche Bäume gefällt wurden.
„Das ist eine legale Nutzung, darum wurde angesucht und diese wurde auch genehmigt. Es handelt sich um keine Kahlfläche. Mit welchem Hintergrund der Waldbesitzer jedoch Bäume fällt ist mir nicht bekannt",
so Peter Zimmermann von der Bezirksforstdirektion.
Bgm. Paul Sieberer bestätigte, dass es bereits eine Verhandlung gegeben habe. „Seit heute Mittag weiß ich, dass das Projekt abgeändert wird auf 4.000 m² (angesucht auf 7.000 m2, Anm.)“
Für die Demonstranten ist das allerdings keine Entwarnung. Sieberer betonte, dass er den Beamten der BH vertraue, die wissen würden, was sie tun. Er verwies auch auf das laufende Verfahren. Einer der Demonstranten meinte zu wissen, dass an einem anderen Ort in der Gemeinde bereits ein Antrag gestellt worden sei. Sieberer bestätigte das:
„Das kommt bei uns nicht infrage, allerdings hatte es dort andere Gründe.“
Politiker auf Seiten der Anrainer
Seitens der FPÖ lehnen LA Alexander Gamper und GR Guido Leitner das Zwischenlager ab. Vor allem die Lage (Wald, Nähe Hotel und Wohnsiedlung, Naherholungsraum) spreche dagegen. Gamper bestätigt, dass solche Zwischenlager auch im Landtag seit Langem ein leidiges Thema seien.
Markus Sint (Liste Fritz) meinte, dass es mit einem Zwischenlager anfange und dann etwas Größeres daraus gemacht würde; er lehne das Projekt ab.
Auch die NEOS sagen ein „klares Nein“ zum Projekt – wegen Verkehr und Lärm, Schaden für den Tourismus und fehlendem Bedarfsnachweis.
Die Grünen lehnen das Zwischenlager am Penningberg ebenfalls ab.
Stellungnahme Fa. Wieser
Die Fa. Erdbau Wieser hält in einer von MeinBezirk angeforderten Stellungnahme folgendes fest: Am 13. 5. wurde von der BH Kitzbühel die gewerberechtliche, naturschutzrechtliche und
forstrechtliche Verhandlung über die Zwischenablagefläche durchgeführt. Diesbezüglich
haben die Sachverständigen zum Schutz des Waldes, der Natur und der Anrainer
Verbesserungsmaßnahmen empfohlen, deren Umsetzung zugesagt wurde. Die
Einreichunterlagen werden abgeändert wie folgt: die eingereichte Fläche wird auf unter 5.000 m² reduziert; bezüglich der Lärm- und Staubbelastung wird Richtung Siedlungsfläche und Straße ein (bepflanzter) Schutzwall eingeplant; in der überarbeiteten Einreichung wird die maximale Jahresumschlagmenge auf 4.000 m³ reduziert und werden die Anlieferung und Ablagerungszeiten weitgehend eingeschränkt.
"Festgehalten wird zudem, dass eine mechanische Aufbearbeitung mittels Brecher nicht
verfahrensgegenständlich ist und somit auch nicht genehmigt wird und aufgrund der Vorgabe im Antrag maximal zehn Transportbewegungen täglich genehmigt werden",
so GF Peter Rabl.
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