Tierwohl
Spitzenvertreter der LK Tirol zu Gast im Bezirk Kitzbühel - mit VIDEO!

Bezirksobmann Josef Heim, Bezirksstellenleiter Johann Bachler, LK-Vize-Präsidentin Helga Brunschmid, Landwirte Johann und Anna Rass, LK-Präsident Josef Hechenberger (v. li.) am Schwentlinghof.
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  • Bezirksobmann Josef Heim, Bezirksstellenleiter Johann Bachler, LK-Vize-Präsidentin Helga Brunschmid, Landwirte Johann und Anna Rass, LK-Präsident Josef Hechenberger (v. li.) am Schwentlinghof.
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Lokalaugenschein auf dem Schwentlinghof der Familie Rass in St. Johann.

ST. JOHANN (jos). Die Landwirtschaftskammer Tirol hat sich heuer das Jahresmotto "Tierwohl – wir schauen drauf" auf die Fahnen geschrieben.
Im Rahmen der heurigen Bezirkstouren besuchten deshalb die Spitzenvertreter der Landwirtschaftskammer (LK) Tirol verschiedene landwirtschaftliche Betriebe in ganz Tirol, um über den Jahresschwerpunkt zu informieren und über die aktuelle Situation im Landwirtschaft aufzuklären.

"Tierwohl" als Modewort

Das Thema "Tierwohl" hat sich in den letzten Jahren zu einem landwirtschaftlichen Modewort entwickelt. Was aber tatsächlich dahinter steckt und in welchen Bereich die Tiroler Landwirtschaft bereits eine Vorreiterrolle einnehmen konnte, zeigten LK-Präsident Josef Hechenberger, Vize-Präsidentin und Bezirksbäuerin Helga Brunschmid und LK-Bezirksobmann Josef Heim beim Besuch auf dem bio-zertifizierten Schwentlinghof in St. Johann.

Missverständnisse & falsche Erwartungen

"Einerseits wachsen konsumentenseitig die Ansprüche und Erwartungen an die Landwirtschaft, andererseits sind wir aber damit konfrontiert, dass fachliches Sachwissen fehlt und Inhalte aus der Werbung als Realität auf bäuerlichen Betrieben gehalten werden", klärt Hechenberger auf.

"Unser Ziel ist es, die Landwirtschaft transparenter zu machen. Wir haben nichts zu verbergen, aber auch nichts zu verschenken"

, so Hechenberger weiter. Seitens der LK wolle man die so entstandenen Missverständnisse und falschen Erwartungshaltungen aus dem Weg räumen, indem man verstärkt Einblicke in die heimischen Betriebe gibt. "Wir möchten erklären, wie eine moderne Landwirtschaft in unserer Region funktioniert", erklärt Brunschmid.
Das Thema "Tierwohl" wird auch in einer Diplomarbeit wissenschaftlich aufgearbeitet, die Ergebnisse werden im Frühherbst erwartet.

Eigene Standards für's Berggebiet

Die Landwirte in der Region werden immer mehr mit unteschiedlichen Trends konfrontiert. Handelsketten z. B. entwickeln immer neue Tierwohl-Standards. Diese dienen vielfach nur der Abgrenzung vom Mitbewerb und dies zulasten der Bauern.
"Einen landwirtschaftlichen Betrieb kann ich nicht von heute auf morgen umstellen, Investitionen werden in Generationen gedacht. Das hat man dem Handel klarmachen können und arbeitet nun gemeinsam an möglichen Weiterentwicklungen fürs Berggebiet“, sagt Brunschmid. "Wir müssen unter erschwerten Bedingungen produzieren und das braucht Verständnis für unsere Wirtschaftsweise", appelliert Brunschmid.

Angusrinder auf dem Schwentlinghof

Der 800 Jahre alte Schwentlinghof der Familie Johann und Anna Rass beherbergt sieben Angus-Mutterkühe samt Jungtieren. Nebenbei werden am Hof auf 2.000 m2 Ackerland Binkel (eine alte Weizensorte, Anm. d. Red.) und Kartoffeln angebaut.
Das Fleisch der Tiere wird direkt auf dem Hof vermarktet. Einmal pro Jahr werden sechs Rinder von einem in der Region ansässigen Metzger geschlachtet, um weite Transportwege zu vermeiden. "Unsere Tiere werden ohne Kraftfutter aufgezogen", weiß Bäuerin Anna Rass, Mutter von zwei Töchtern (16, 18). Die Familie betreibt den Hof nebenerwerblich.

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