Empfang
Passionsspielhaus Thiersee feiert 100 Jahre des Bestehens
- Zum 100-jährigen Jubiläum wurde im Passionsspielhaus Thiersee eine Messe zelebriert.
- Foto: Brigitte Eberharter
- hochgeladen von Barbara Fluckinger
Empfang und Festmesse zum runden Geburtstag: Warum das Ehrenamt, Glaube und Religion im 100 Jahre alten Passionsspielhaus Thiersee auch heute noch eine Rolle spielen.
THIERSEE (be). „Die Passionsspiele sind nicht nur ein klassisches Schauspiel, es geht auch um Glaube und Religion“, betonte LH Anton Mattle anlässlich der 100-Jahr-Feier des Passionsspielhauses in Thiersee, zu dem der Passionsspielverein am Sonntag, den 14. Juni 2026 lud.
Aus diesem Grund hat auch Bischof Franz Lackner die Festmesse im Passionsspielhaus zelebriert. Davor fand auf dem Parkplatz vor dem Haus ein landesüblicher Empfang statt, zu dem die Traditionsvereine Thiersees aufmarschierten und die Schützen eine Ehrensalve abfeuerten.
- Zum Jubiläum gab es auch einen landesüblichen Empfang.
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Innerhalb eines Jahres gebaut
Obmann Michael Juffinger erinnerte in seiner Ansprache an die Geschichte des Passionsspielhauses. Mutige Frauen und Männer haben das Haus innerhalb eines Jahres errichtet. Es ist eine Bühne für die Kunst und für das Leben. „Das Ehrenamt ist die stille Kraft dahinter“, so der Obmann. In den Nachkriegsjahren diente das Passionsspielhaus als Bühne für acht internationale Filme, so wurde beispielsweise „Das doppelte Lottchen“ dort gedreht.
Bürgermeister Rainer Fankhauser führte die Besucher zurück in das Jahr 1926, als es noch keine befestigte Straße nach Thiersee gab, als man zu Fuß oder mit dem Pferd nach Thiersee reisen musste. „Ich frage mich, wie groß muss der Glaube dieser Menschen gewesen sein, so ein Haus zu errichten.“ Auf jeden Fall war und ist es auch heute noch eine Gemeinschaft, die die Gemeinde geprägt hat. So sind im Gemeindewappen von Thiersee zwei gekreuzte Lanzen zu sehen, welche das Leiden Christi symbolisieren sollten.
- "Das Ehrenamt ist die stille Kraft dahinter“, so der Passionsspielverein-Obmann, Michael Juffinger.
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Passion: Glaube und Werte
Die Passion ist kein klassisches Schauspiel, es geht dabei um Glaube und Religion und dieser Tradition ist ein Gelöbnis hinterlegt, wonach das Leiden Christi alles sechs Jahre aufgeführt werden sollte. LH Anton Mattle ging auf die allgemeine Entwicklung zur Zeit des Baues des Passionsspielhauses ein: „1926 war ein Jahr des Aufbruchs. Die Menschen hatten Zuversicht, dass alles wieder gut wird. Auch die Zugspitzbahn wurde in dieser Zeit gebaut.“ Bei den Passionsspielen gehe es auch um eine Wertehaltung, die Mitwirkenden würden ein christlich soziales Weltbild leben und weitergeben. Nach der Heiligen Messe und den Festansprachen war ausgiebiges Feiern angesagt und Interessierte hatten die Möglichkeit, sich ausführlich über das Haus zu informieren.
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