Erlebniswelt
400 Kinder erleben "Baustelle" in der Wirtschaftskammer Kufstein
- 400 Kinder aus Volksschulen und einem Gymnasium im Bezirk Kufstein besuchten die "Erlebniswelt Baustelle".
- Foto: Barbara Fluckinger
- hochgeladen von Barbara Fluckinger
„Erlebniswelt Baustelle“ – Mitmachausstellung ist unterwegs durch ganz Tirol und machte zum neunten Mal in Kufstein Halt.
KUFSTEIN. Vor der Wirtschaftskammer Kufstein wird am 12. und 13. Mai 2026 gepflastert und getischlert, was das Zeug hält. 400 Schülerinnen und Schüler aus zwölf Volksschulen und einem Gymnasium besuchen 2026 die „Erlebniswelt Baustelle".
Selbst ausprobieren
Bei dieser Mitmachausstellung der Tiroler Bauwirtschaft und der Wirtschaftskammer Tirol lernen Kinder im Alter von sechs bis zwölf Jahren jeweils zwei Stunden lang die Bauwirtschaft näher kennen. Bereits zum neunten Mal können Kinder im Bezirk Kufstein mehr über Berufe am Bau erfahren. Alles, was rund um den Bau zu bieten ist, wird den Schülerinnen und Schülern nähergebracht. Zuerst werden die dazugehörigen Berufe grob erklärt, im Anschluss können sich die Kinder dann selbst an der Sache versuchen. "Es wird gemörtelt, es werden Fliesen geschnitten und gelegt, es wird getischlert, gepflastert, gemalt und gereinigt", erklärt Sonja Altenburger, WK-Obfrau für den Bezirk Kufstein. "Wichtig für uns ist, dass es Spaß macht und die Kinder mit einem Elan und eine Freude dabei sind." Dabei gibt es heuer mit der "Baustellen-Endreinigung" sogar eine neue, zusätzliche Mitmachstation.
Mangel von unten lösen
Ziel der Wirtschaftskammer Kufstein ist es, in der Bevölkerung eine positive Stimmung hinsichtlich der Lehrberufe zu erzeugen. Die Zeiten, in denen ein Lehrberuf nur ein Plan B war, der verfolgt wurde, wenn der Weg einer (höheren) Schulbildung gescheitert war, seien vorbei. "Der Aufwind der letzten Monate gibt diesem Konzept recht, dass die Lehre wieder gefragt ist und es nicht darum geht, dass man jeden in eine weiterführende Schule hineinbringt", sagt Altenburger. Der Fachkräftemangel könne "von unten" gelöst werden, zeigt sich die WK-Obfrau überzeugt.
Über 60.000 Schülerinnen und Schüler
"Es soll gesellschaftlich eine Gleichwertigkeit der Berufsausbildungen dargestellt werden. Was man gern macht, macht man gut. Und so soll jede und jeder das machen, für das er gut geeignet ist", sagt Stefan Elmer (Organisation, EEC Elmer Event Consulting).
Der diesjährige Schwerpunkt für die Einladungen lag einerseits bei den Volksschulen, andererseits konnten die Organisatoren auch erfolgreich Gymnasiasten für das Projekt begeistern. Dadurch kann den Kindern auch ein zweiter Weg abseits des Gymnasiums und einer höheren Schulbildung aufgezeigt werden. "Man muss Hemmschwellen abbauen und von der Gedankenwelt wegkommen, dass nur jemand, der ein Studium macht, auch ein erfülltes Berufsleben haben kann. Es hat sich in vielen Bereichen ja tatsächlich gedreht, dass die Handwerker hinsichtlich der Gehaltskarriere wesentlich besser aussteigen als die Massenstudien", sagt Elmer.
Mehr als 60.000 Schülerinnen und Schüler waren in den letzten Jahren seit dem Projektstart bereits in ganz Tirol bei der "Erlebniswelt Baustelle" dabei. Das Interesse ist ungebrochen, liegt doch der Wirtschaftskammer schon für das nächste Jahr eine Warteliste mit interessierten Schulen vor.
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